Wo jetzt Urlaub erlaubt ist

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Wo jetzt Urlaub erlaubt ist

Der Sommerurlaub am Meer ist heuer nicht wie befürchtet abgesagt. Allerdings: Ganz so friktionsfrei wie früher mag er hier und da wohl nicht vonstattengehen. Vor allem bei der Rückreise nach Österreich kann es nach derzeitigem Stand der Dinge Probleme an der Grenze geben.

  • KROATIEN: Das ­Urlaubsland hat seine Grenzen für EU-Bürger bereits geöffnet. Noch wird bei der Rückreise nach Österreich (stichprobenartig) ein Attest verlangt.
  • ITALIEN: Ab 3. Juni öffnet Italien seine Grenzen für österreichische Urlauber. Allerdings gilt auch hier: Bei der Heimreise muss – noch – an der ös­terreichischen Grenze ein Attest vorgelegt werden.
  • SLOWENIEN: Mit Laibach könnte bereits am kommenden Mittwoch beim Grenzgipfel eine bilaterale Lösung erzielt werden. Damit ungehinderte Einreise und Durchfahrt nach Kroatien.
  • GRIECHENLAND: Ab 1. Juli macht Griechenland seine Grenzen für Urlauber wieder auf. Auch Flughäfen sind dann wieder in Betrieb. Bei der Rückkehr ist kein Attest bzw. keine Quarantäne notwendig.
  • SPANIEN: Komplette Reisefreiheit ab 1. Juli gibt es auch in Spanien. Die Einreise via Flugzeug ist dann kein Problem mehr. Bei der Rückreise ist ebenfalls weder Attest noch Quarantäne notwendig.
  • ZYPERN: Die Zyprioten teilen Touristen in drei Kategorien (A, B, C) ein. A, zu denen Österreicher gehören, braucht kein Attest, B benötigt eines, und C-Touristen müssen in Quarantäne.

Diese Grenzen sind ab 15. Juni offen:

  • DEUTSCHLAND: Die Grenzen zu unseren liebsten Nachbarn sind offi­ziell (eigentlich schon jetzt) in zwei Wochen komplett ­offen – in beide Richtungen.
  • SCHWEIZ: Die lieben Eidgenossen heben ebenfalls am 15. Juni sämtliche Reisebeschränkungen auf. Wie für Deutschland gilt auch hier, dass bei der Rückreise nach Österreich mit keinerlei Kontrollen gerechnet werden muss.
  • LIECHTENSTEIN: Auch das kleine Fürstentum im Westen ist wieder barrierefrei mit Österreich verbunden.

Pfingsten-Test: Ohne Kontrolle nach Kroatien

Offiziell sind die Grenzen noch zu. Wir wollten wissen, wie es wirklich ist, und fuhren mit dem Auto an Kroatiens Küste.

Test. Abfahrt in Wien: Freitag nach Dienstschluss um 15 Uhr. Ziel: Split – Pfingsturlaub in Kroatien.

Wir haben beim Start ein mulmiges Gefühl. Erst seit dieser Woche ist die Grenze nach Kroatien offen. Alle ­raten vom Urlaub am Meer ab. Zu scharfe Kontrollen an der Grenze. Keine Chance für eine Rückkehr ohne zwei Wochen Quarantäne: „Das wird kompliziert!“

17 Uhr. Wir sind in Spielfeld an der steirisch-slowenischen Grenze angekommen. Sechs Kilometer Megastau. Aber es geht viel rascher als erwartet. In 15 Minuten sind wir beim slowenischen Grenzposten. Ein kurzer Wink, schon sind wir durch. Keine Passkon­trolle. Keine einzige Frage. Kein Nachweis der Hotel­buchung und kein negativer Covid-Befund nötig. Einfach durch.

Der Hit. Auch in der Gegenrichtung, bei der Ein­reise nach Österreich wird – zack, zack – durchgewunken. Keine Passkontrolle. Keine Namenserfassung. Schon gar kein Quarantänebescheid. Auch die Einreise nach Österreich verläuft zumindest an diesem Freitag von Slowenien völlig problemlos.

18 Uhr. Jetzt ist die kroatische Grenze dran. Und siehe da: Polizeistopp mit angelegter MP. Doch es wird kein Dokument kontrolliert, nein: nur die Vignette! 150 Euro Strafe, weil die slowenische Vignette fehlt.

Dann der kroatische Posten. 30 Sekunden Blick auf den Pass. Weder die geforderte Hotelbestätigung noch der Covid-Befund wird verlangt. Auch die viel gepriesene App funktioniert nicht. Ein kurzes „Welcome“ – schon sind wir um 18.05 Uhr in Kroatien. Als hätte es Covid nie gegeben.

Österreicher. Mit uns passiert ein österreichisches Auto nach dem anderen die Grenze ungeprüft. Geschätzte 3.000 österreichische Autos sind am Freitag problemlos nach Kroatien eingereist.

Erste Gäste. Vier Stunden später, um 22 Uhr, sind wir in Split. Am nächsten Morgen der erste Check am Strand: Etwa ein Drittel der Hotels sind geöffnet. Sie sind bestenfalls zu 20 % belegt – vor allem mit kroatischen Gästen, Inlandstourismus auch hier. Österreicher trifft man durchaus – vielleicht 20 % der Gäste.

An diesem Weekend läuft der Betrieb in Kroatien voll an – so als hätte es Corona nie gegeben. Das Wetter ist herrlich (Sonne, 23 Grad), die Strandliegen stehen bereit, die Restaurants sind geöffnet. Ein traumhaftes Pfingstwochenende in Kroatien wartet.

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