Anschober zu Landeverboten

"Wir möchten kein Risiko"

Paris/Wien. "Wir wollen, dass es zu keinem Risiko kommt", hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zu den Landeverboten für mehrere Länder des Balkan gesagt, die am Donnerstag in Kraft treten. "Wir wollen die Kontrollen verstärken und Maßnahmen setzen" angesichts der steigenden Corona-Ansteckungszahlen in den betroffenen Staaten, sagte Anschober am Dienstag in Paris.
 
Österreich habe den betroffenen Ländern auch Unterstützung angeboten, die Corona-Situation in den Griff zu bekommen, betonte der Gesundheitsminister.
 
Wie das Ministerium unterstrich, handelt es sich bei den Landeverboten nicht um Grenzschließungen. Auf dem Landweg könne man weiterhin nach Österreich einreisen, wenn man einen aktuellen Corona-Befund mithat oder für zwei Wochen in Heimquaratäne geht.
 
Der Gesundheitsminister war in Paris einer der Ehrengäste von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei den französischen Nationalfeiertagsfeierlichkeiten. Er traf im Anschluss an die Zeremonie seinen Amtskollegen aus Frankreich, Olivier Véran, sowie die ebenfalls geladenen Fachminister der Schweiz, Alain Berset, Deutschlands, Jens Spahn, und Luxemburgs, Paulette Lenert, sowie den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tadros Adhanom Ghebreyesus. Zentrale Themen der Gespräche waren die Vorbereitung auf die Corona-Situation im Herbst sowie die Versorgung Europas mit Schutzausrüstung, Medikamenten und einem möglichen künftigen Corona-Impfstoff.
 
Anschober lobte gegenüber Journalisten die Ausgestaltung der heurigen Feiern in Paris, die diesmal nicht nur das französische Militär, sondern auch das Gesundheitspersonal in den Mittelpunkt stellten. "Es ist sehr wichtig, dass erstmals Zivilisten, Gesundheitspersonal das Thema dieses Tages waren. Das ist ein starkes Zeichen, wie wichtig es ist, dass wir ein starkes Gesundheitssystem haben."
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