Wie konnte Flug MH370 verschwinden?

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Wie konnte Flug MH370 verschwinden?

Seit mittlerweile 10 Tagen wird die Boeing 777 vermisst und die ganze Welt fragt sich zu Recht, wie das bei einem Flugzeug dieser Größenordnung überhaupt passieren konnte. Wir haben uns mit einem Piloten und Luftfahrtexperten getroffen und ihn um seine Meinung zu den aktuellsten Fragen rund um Malaysia-Airlines-Flug 370 gebeten.

1. Könnte das Flugzeug unter dem Radar durchfliegen?
"In Bereichen von großen Wassergebieten, wie auch der indische Ozean eines ist, gibt es sowieso keine Radar-Abdeckung ab einem gewissen Bereich. Da muss man nicht besonders tief fliegen um nicht erkannt zu werden", so Pilot Sardi. In Europa wäre dies jedoch so gut wie unmöglich, fügt er hinzu.

2. Wäre es möglich, dass das Flugzeug irgendwo notgelandet sein könnte?
Tatsache ist, dass ein Linienflugzeug mit dieser Größe und Länge eine Landebahn braucht um unbeschädigt aufsetzen zu können. Selbst die Landung auf einem großen Feld würde große Schäden verursachen. "Wenn es irgendwo in einem Urwaldgebiet not- oder bruchgelandet wäre, würde man das sicher nicht sofort mitbekommen. Aber das ist alles Spekulationsbereich", mahnt Sadri.

3. Welche sind die Mindestvoraussetzungen der Landebahn?
Selber ist er noch keine Boeing 777 geflogen, aber er denkt, dass " ein Flugplatz mit 2.000 Metern Landebahn wäre ausreichend um dort zu landen. Für Langstreckenflugzeuge ist es kein Problem auf einem normalen Flugplatz zu landen." 

4. Wie kann so ein großes Flugzeug überhaupt verschwinden?
Für Sadri und seinen Kollegen überaus rätselhaft. "Ein so rießiges Flugzeug mit so viel Technik an Bord ist in der Geschichte der Luftfahrt noch nie verschwunden." Die größte Frage die sich die ganze Welt stellt. Die Zeit wird zeigen, ob jene Frage jemals beantwortet werden kann.

Rückblick

Der Malaysia-Airlines-Flug 370, ein internationaler Linienflug von Kuala Lumpur nach Peking,ist am 8. März 2014 gegen 2:40 Uhr Ortszeit verschwunden und seit dem einfach nicht mehr auffindbar. An Bord befanden sich 227 Passagiere, großteils chinesische Staatsbürger, und 12 malaysische Besatzungsmitglieder. Der Pilot Zaharie Ahmad Shah (53) galt mit seinen über 18.000 absolvierten Flugstunden als sehr erfahren. Zur Zeit steht er jedoch im Zentrum der Ermittlungen, da in seiner Wohnung ein professioneller Flugsimulator sicher gestellt werden konnte. Dieser wird nun auf Hinweise untersucht.

Auch die beiden Iraner, welche mit gestohlenen Reisepässen im Flugzeug saßen, wurden bereits durchleuchtet. Ihre Flüge wurden in einem thailändischen Reisebüro gebucht und bar bezahlt. Der 18-Jährige der beiden Iraner reiste mit einem gestohlenen österreichischen Pass eines Salzburgers und war auf dem Weg zu seiner Mutter, die in Frankfurt lebt. Sein Plan war es wohl illegal nach Deutschland auszuwandern. Auch wenn er aller Wahrscheinlichkeit nach keiner terroristischen Gruppe angehörte, äußerte die internationale Polizeibehörde Interpol ihr Unverständnis darüber, dass beide Personen ungehindert ins Flugzeug gelangen konnten.

Indes beteiligen sich bereits 26 Länder an der Suche nach dem verschollenen Linienflugzeug. Australien hat auf Bitten Malaysias die Koordinierung der Suche im Indischen Ozean, eines der möglichen Absturzgebiete, übernommen. Dieses Gebiet erstreckt sich bis nach Südafrika, die Suche in ihm gestaltet sich jedoch sehr schwierig, da der indische Ozean bis zu 7.000 Meter tief ist und eine sehr starke Oberflächenströmung aufweist. Die ganze Such- und Rettungsaktion entwickelt sich jedoch immer mehr zur Suche der Nadel im Heuhaufen seit bekannt wurde, dass die Maschine wohl noch bis zu 7 Stunden lang ohne Ortungsmöglichkeit unterwegs war.

Die Triple Seven ist vergleichbar mit anderen Großraum-Langstreckenflugzeugen. Eine 63,7 Meter lange Maschine mit einer Höchstreisegeschwindigkeit von 905 km/h.

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