07. Oktober 2019 16:49
Wissenschaftliches Gutachten
Wie geht es mit dem Wolf weiter?
Der Wolf erhitzt weiterhin die Gemüter.
Wie geht es mit dem Wolf weiter?
© oe24

Die Situation unter den Almbauern und auch Tourismusverantwortlichen ist angespannt. Nach einem erneuten vermuteten Wolfsriss im Großarltal im September, ist auch vom zuständigen Landesrat Sepp Schwaiger die Option eines Wolfsabschusses offen ausgesprochen worden. Parallel dazu ist aber ein Wolfsgutachten in Auftrag gegeben worden. Und genau dieses wird heute in Pfarrwerfen präsentiert. Der renommierte Experte Klaus Hackländer vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur in Wien hat sich darin mit den Auswirkungen von rückkehrenden Wölfen beschäftigt. Besonders hart hat es ja die Gemeinde Großarl getroffen. Nach 24 gerissenen Schafen hat es im September ein Jungrind getroffen. Bürgermeister Johann Rohrmoser: "Die Landwirte sorgen sich um ihre Tiere, natürlich haben sie Angst. Unsere Art der Beweidung muss auch in dieser Form weiterhin möglich sein, der Wolf hat in Österreich keinen Platz."

Dieses Gutachten ist in dieser Form das erste in Österreich. Es ist 400 Seiten umfassend. Prof. Hackländer hat schon vorab angekündigt, dass es nicht um eine Ausrottung des Wolfes gehe. Das Ziel sei vielmehr, dem Wolf im gemeinsamen Zusammenleben Grenzen aufzuzeigen, wie er sich etwa von Tieren fernhalten soll. Das Stichwort lautet hier „Wildtiermanagement“. Ergebnisse der Wolfstudie werden heute bei einer öffentlichen Veranstaltung im Gemeindesaal Pfarrwerfen ab 19 Uhr aufgezeigt.