13. Oktober 2011 15:35
Ernährungs-Mythos
Wie gefährlich sind Vitaminpräparate
Um Erkältungen und Grippeerkrankungen vorzubeugen, schlucken viele Menschen Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel. US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dies dem Körper mehr schadet als nutzt.
Wie gefährlich sind Vitaminpräparate
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Dass Vitamin-Präparate zu einer gesünderen Lebensweise beitragen ist ein hartnäckiger Ernährungs-Mythos. Nahrungsergänzungsmittel bringen gesunden Menschen nämlich rein gar nichts.

Laut einer neuen US-Studie steigert die Einnahme von zusätzlichen Vitaminen bei älteren Frauen sogar das Sterberisiko - das gilt besonders für Eisen und Kupfer. Aber auch für Männer sind die Präparate schädlich – denn bei Männern über 50, die regelmäßig Vitamin E-Präparate zu sich nehmen, erhöht sich das Prostatakrebsrisiko enorm.

Der Grund: Die Einnahme führt oft zu einer Vitamin-Überdosis, die unser Körper nicht verarbeiten kann. Die einzige Ausnahme: Vitamin C Tabletten, Omega 3 Fettsäuren und Kalzium-Tabletten. Diese wirken sich laut BBC online offenbar positiv auf die Lebenserwartung aus.

Wer sich aber abwechslungsreich ernährt, also viel Obst und Gemüse aber auch Fleisch zu sich nimmt und regelmäßig Sport treibt, kann – sofern sie nicht vom Arzt verschrieben werden – getrost auf Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Denn Präparate sind nur für Menschen notwendig, die Mangelerscheinungen zeigen oder aufgrund von Krankheiten unterernährt sind.