Wie gefährlich sind sie wirklich?

Hybridgelsen

Wie gefährlich sind sie wirklich?

Bald ist es soweit, die Hochsaison der Gelsen beginnt. Wiener Forscher haben jetzt eine Hybridgelse nachgewiesen.

Zuerst einmal sollten wir Klarheit schaffen, was ist überhaupt eine Hybridgelse? Dr. Hans-Peter Führer, Institut für Parasitologie, erklärt im Antenne Salzburg Interview: "Eine Hybridgelse ist eine Hausgelse die aus zwei verschiedenen Formen hervorgeht. Die Mutter könnte zum Beispiel eine Stechmücke sein, die lieber Vögel sticht. Der Vater hingegen hat es primär auf Säugetiere abgesehen. Es ist daher absolut möglich, dass die Mischform aus Beiden, Vorlieben für Menschen hat." Mit freien Auge ist der Unterschied zu einer normalen Gelse übrigens nicht zu bemerken.

Mischform schon länger in Österreich

Diese Mischform dürfte schon länger in Österreich sein, wurde bis jetzt aber noch nicht nachgewiesen. Aber wie gefährlich sind sie wirklich? Es besteht die Möglichkeit, dass diese "Hybrid Mischung" Viren übertragen kann (z.B. von Vögeln auf Menschen). Dabei kann unter anderem auch das West-Nil-Virus übertragen werden, hier wäre die schlimmste Auswirkung eine Hirnhautentzündung. "Die Gefahr der Übertragung besteht natürlich, es sind aber noch weitere Untersuchungen notwendig."

Das Risiko ist gegeben, weil Zugvögel das gefährliche West-Nil-Virus nach Österreich tragen. Gelsen, die zuvor an Vögeln saugen und dann Menschen stechen, können dieses Virus in den menschlichen Organismus bringen.

Zahl noch gering

Bei der Studie wurden ungefähr 1500 Gelsen untersucht, nur etwa fünf Prozent gehören der neuen Art an.

Dr. Hans-Peter Führer gibt aber auch Entwarnung: "Es besteht jetzt kein Grund zur Panik".

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