Werbeoffensive für Salzburgs Tourismus

Sommer 2020

Werbeoffensive für Salzburgs Tourismus

Es war ein denkwürdiger Moment, als die Wintersaison mit 15. März ein abruptes Ende fand, die Eindämmung des Corona-Virus ließ keine andere Wahl. Exakt 50 Tage danach blickt Salzburgs Tourismusbranche wieder zuversichtlich in die Zukunft, die folgenden Monate im Fokus. „Ich wiederhole mich in dieser Hinsicht gerne: Ich habe die Sommersaison noch nicht aufgegeben und wir werden unsere Betriebe und Tourismusverbände nicht im Stich lassen. Im Gegenteil: Gerade jetzt müssen wir investieren“, betont Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

 „Dieser Sommer ist auch eine Chance. Salzburg hat genau das, was der Sommergast in diesen Zeiten will: Gastfreundschaft, Sicherheit und nicht zuletzt atemberaubende Natur und hohe Qualität durch engagierte Familien in den Beherbungsbetrieben. Begeistern wir neue Stammgäste, halten wir die Wertschöpfung in der Region“, macht Landeshauptmann Wilfried Haslauer Mut.

Dreifach-Paket an Maßnahmen

Das Dreifach-Paket des Landes Salzburg, um dem heimischen Tourismus „Neustarthilfe“ zu geben, sieht folgende Punkte vor:

Marketingoffensive mit Fokus auf den Gast aus Österreich: Diese Sommeroffensive wird zusätzlich zu en budgetären Mitteln mit zwei Millionen Euro ausgestattet. Außerdem werden für Fernmärkte vorgesehene Gelder umgeschichtet.

Unterstützungspaket für Tourismusverbände: Jene Unternehmen, die die Corona-Krise hart getroffen hat, müssen den Tourismusbeitrag erst im Jänner 2021 bezahlen, die Beiträge werden gestundet oder können in Raten bezahlt werden. Dafür stattet das Land Salzburg die Tourismusverbände mit einer Vorauszahlung aus, um sie handlungsfähig zu halten. Die erste Auszahlung von 10 Millionen Euro erfolgt noch im Mai, der Rest im Juli.

Überbrückungsfinanzierungen: Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat gemeinsam mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) ein Maßnahmenpaket für die Branche geschnürt. Ziel: Die Liquidität der Unternehmen trotz Umsatzausfällen aufrecht zu erhalten. Das Land rechnet mit einem Mittelbedarf von zirka drei Millionen Euro pro Jahr. Kredite an Unternehmen werden vom Bund mit 80 Prozent garantiert, die Zinsen für drei Jahre übernimmt das Land.  

Aufbruchstimmung im Salzburger Tourismus

„Mir ist sehr bewusst, dass die vergangenen Wochen eine noch nie dagewesene Belastung für uns alle, aber vor allem auch für den Tourismus bedeutet haben. Zirka 230.000 Betten stehen in Salzburg derzeit leer. Es geht jetzt darum, wieder Mut und Zuversicht zu bekommen. Am 15. Mai öffnet unsere Gastronomie, die Beherbergungsbetriebe folgen am 29. Mai“, fasst Landeshauptmann Wilfried Haslauer zusammen. Leo Bauernberger, Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismus GmbH, fügt hinzu: „Es wird ein anderer Sommer werden, aber auch ein ganz besonderer, unvergesslicher, mit anderen Prioritäten wie Naturerlebnis und Achtsamkeit und Entschleunigung.“

Haslauer: „Salzburg ist bereit.“

Jedenfalls sind die Salzburger Gastronomen und Gastgeberfamilien bereit für den Neustart. „Natürlich muss auf die Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel Abstand halten, genau geachtet werden. Ich kenne allerdings unsere familiengeführten Tourismusbetriebe, sie werden es dennoch schaffen, die Gastfreundschaft, für die wir bekannt sind, zu pflegen“, ist Haslauer überzeugt. Die Zielgruppe für den Urlaub in Salzburg heißt heuer Österreicher. „Und, wenn es möglich ist, dass die Grenzen geöffnet werden können, natürlich auch unsere deutschen und tschechischen Nachbarn. Die Möglichkeiten in dieser Hinsicht sind groß: Zwei Drittel der Österreicher verbringen ihren Haupturlaub im Ausland, ein Potenzial, das Salzburg nutzen möchte.

Bauernberger: „Natur, Kultur und Sicherheit.“

13,2 Millionen Nächtigungen hat das Salzburger Land im Sommer 2019 verzeichnet, es waren 4,1 Millionen Gästeankünfte. Die größte Gruppe machten die deutschen Touristen mit einem Marktanteil von 40 Prozent aus, gleich gefolgt von den Einheimischen mit 23 Prozent. „Für mich ein Beleg, dass das Salzburger Land genau das hat, was die Gäste aus Österreich wollen: Natur wie Berge und Seen, ein tolles Erlebnisangebot sowie Kultur und nicht zuletzt Gastfreundschaft. Dazu kommt, dass wir ein besonders sicheres Urlaubsland sind – das war vor der Corona-Krise so und ist es auch weiterhin. Daher sehe ich es als Chance, in diesem Sommer die Basis für viele weitere Stammgäste zu legen“, betont Leo Bauernberger, „und das werden wir mit unserer neuen Kampagne noch einmal hervorheben.“

Kampagne gemeinsam mit Tourismusverbänden und Regionen

Der Neustart für den Salzburger Tourismus findet in enger Abstimmung mit den Verbänden und Regionen statt. „Dabei konzentrieren wir uns auf den Inlandsmarkt, sind aber flexibel und reagieren innerhalb weniger Tage, wenn Grenzen geöffnet werden. Je nach der Entwicklung in den Nachbarländern wird die Kampagne ausgeweitet“, so Bauernberger.

Gefühlvolle Botschaften und zwei Phasen

Ausnahmesituationen erfordern besondere Botschaften. „Wir wollen keine klassische Werbung machen, sondern die Menschen verstehen, sie mit gefühlvollen Botschaften zu einem Urlaub in Salzburg ermutigen“, erklärt Bauernberger und Christian Salic, Gestalter der Kampagne, ergänzt zur ersten Phase: „Der kommende Sommer im Salzburger Land wird anders: Manches wird ungewohnt sein, manches vertraut und einiges sogar besonders intensiv. Das erste Mal wieder an Urlaub denken: Mit diesem Gefühl wollen wir in den kommenden Tagen die Sehnsucht wecken und Vorfreude verbreiten.“ Die zweite Phase der Kampagne Mitte bis Ende Mai wird dann verdeutlichen „So geht Urlaub im SalzburgerLand“.

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