Weiße Rosen auf Stolpersteinen

Tag der Befreiung

Weiße Rosen auf Stolpersteinen

Naziparolen bei der Synagoge, beschädigte Stolpersteine, dazu unverhohlene Gewaltdrohungen gegen BettlerInnen im Internet – in Salzburg häuften sich in der jüngsten Vergangenheit Vorkommnisse, die auf ein zunehmend radikaler werdendes Klima in der Gesellschaft schließen lassen. Auf Initiative von Martina Berthold, Landesrätin für Migration, Chancengleichheit und Anti-Diskriminierung, nahmen die GRÜNEN den 8. Mai  - den „Tag der Befreiung“ – zum Anlass, um ein Zeichen gegen rechte Hetze zu setzen: Die 217 in Salzburg verlegten Stolpersteine wurden mit weißen Rosen geschmückt, um daran zu erinnern, wohin Ressentiments eine Gesellschaft führen können.

„Wir dürfen die Augen vor den Nazi-Schmierereien, rassistischen Übergriffen und Ausgrenzung nicht verschließen, sondern sind dazu aufgerufen, in unserem privaten und beruflichen Alltag die Würde jedes Kindes, jeder Frau und jedes Mannes zu respektieren. Wichtig sei, die Straftaten und ihre Täter_innen klar zu benennen und sich dagegen zu positionieren. „Daher setzen wir heute ein Zeichen und ermutigen alle, es auch zu tun. Es braucht unsere Zivilcourage. Lassen wir uns nicht beirren“, erklärte die Landesrätin, der im Zusammenhang mit den zuletzt gehäuft aufgetretenen Vorfälle dennoch eine Feststellung wichtig ist: „Trotz Facebook-Hetzkampagnen, reißerischen Medienberichten und Negativschlagzeilen bin ich überzeugt, dass die Mehrheit der Salzburgerinnen und Salzburger rechtsradikales Gedankengut ablehnt.“

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