Warum Billigflüge billig sind

Tricksereien

Warum Billigflüge billig sind

Für unter 100 Euro ist es bereits möglich, einmal über die eigene Landesgrenze hinaus zu fliegen. Egal ob für ein Urlaub in Spanien oder ein Shopping-Trip nach London. Wir alle schauen dabei auf den Preis. Solche Flugtickets sind aber auch nur machbar, wenn woanders die Kosten reduziert werden.

 

Bestimmte Billigfluglinien bewegen sich dabei am Rande der Legalität. So zum Beispiel werden Piloten nicht fest bei der Fluggesellschaft angestellt, sondern haben ihren Arbeitsvertrag über eine Arbeitsvermittlung abgeschlossen. Dabei werden die Angestellten nur dann bezahlt, wenn sie auch wirklich ihrer Arbeit nachgehen. Ist ein Pilot einmal krank und bleibt zu Hause, fällt für ihn der Verdienst aus. So lässt es sich nicht vermeiden, dass die verantwortungsvollste Position in einem Flugzeug von kranken Menschen besetzt wird, die auf das Geld angewiesen sind. Experten von Pilotengewerkschaften sehen dabei ein hohes Sicherheitsrisiko.

 

Ein ganz besonderer Kostenpunkt ist der Sprit für das Flugzeug. Hierbei werden die Piloten angewiesen, nur so wenig Sprit für den Flieger zu bestellen, wie es für den planmäßigen Flug ausreicht. Es kam schon häufiger vor, dass bei außerplanmäßigen Vorkommnissen ein Flugzeug auf Grund von zu wenig Treibstoff notlanden musste.

 

Bei all der Kritik an den Tricksereien fällt immer häufiger ein Name: Ryanair. Die Fluggesellschaft aus Irland ist schon für solche Methoden bekannt. Aber auch die Billig-Ableger von renommierten Firmen wie die zur Lufthansa gehörenden Eurowings sind mit solchen oder ähnlichen Tricks aufgefallen.

 

Im Fall von Ryanair ermitteln schon verschiedene Staatsanwaltschaften gegen diese Vorgehensweisen. Jedoch stehen dabei in erster Linie die bereits erwähnten Arbeitsvermittlungen im Fokus.

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