Wanderer fand Kriegsrelikt am Untersberg

Fliegerbombe

Wanderer fand Kriegsrelikt am Untersberg

Ein Wanderer hat am Mittwoch im Bereich des Grödiger Törls am Untersberg eine amerikanische 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Fundstelle liegt in rund 1.150 Metern Seehöhe abseits bewanderter Wege in schwer zugänglichem Gebiet. Sprengstoffspezialisten der Polizei untersuchten das Kriegsrelikt und verständigten den Entminungsdienst des Bundesheeres.

Experten haben die Fliegerbombe dann am Donnerstag in den Mittagsstunden entschärft und mit einem Transporthubschrauber vom Typ Augusta Bell 212 geborgen. Bei der Bombe handelte es sich demnach um einen sogenannten "Zerscheller", das heißt, die Bombe war beim Aufschlag teilweise explodiert, der Bombenkopf mit dem Zünder und Teilen der Bombe waren aber noch funktionstüchtig.

Wie das Bundesheer mitteilte, werden auch 75 Jahre nach Kriegsende jedes Jahr immer noch viele Tonnen an Kriegsmaterial in Österreich gefunden. So war der Entminungsdienst seit Jahresbeginn 2020 bundesweit bereits bei 685 Einsätzen zur Entschärfung, Bergung und zum Abtransport von Kriegsrelikten tätig. Dabei wurden insgesamt 14 Tonnen Kriegsmaterialien verschiedenster Art, von der Infanteriemunition über Handgranaten bis zur Fliegerbombe entsorgt. Zu den Fundorten zählen Seen und Flüsse ebenso wie Waldgebiete, Städte oder alpines Gelände.

Der Entminungsdienst wies darauf hin, dass die Kriegsrelikte höchst gefährlich sind und unter keinen Umständen berührt werden sollten. Wird ein verdächtiges Objekt gefunden, sollte man unverzüglich die nächste Polizeidienststelle kontaktieren.

Quelle: APA

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