VW manipulierte Abgasetests

Skandal in den USA

VW manipulierte Abgasetests

Forscher des International Council on Clean Transportation (ICCT) entdeckten bei Untersuchungen von bestimmten VW-Modellen einen höheren Stickoxid-Wert als deklariert. Die Autos verfügten über eine Abgasbehandlungssoftware, die während der Abgastests aktiviert wurde und bei ganz normalen Fahrten sich wiederum ausschaltete. Von der Manipulation sind weltweit rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen, wie der Konzern kürzlich bekannt gab.

Im Vergleich zu den USA ist in Europa mit 80 Milligramm pro Meile um die Hälfte mehr Stickoxidausstoß erlaubt.

Bezug auf Europa

Auch in Europa führte das Institut ICCT Untersuchungen von 15 modernen Diesel-Pkws unterschiedlicher Hersteller durch. Dabei kam man auf das Resultat, dass diese Fahrzeuge bis zu siebenmal so viele Stickoxide ausgestoßen haben, als nach der gültigen Abgasnorm Euro 6 erlaubt ist. Aktuell werden nun  weltweite Untersuchungen von Diesel-Pkws durchgeführt. Die Europäische Kommission plant zukünftig Straßenstests bei Pkw-Neuzulassungen durchzuführen.

Neuer VW-Chef

Nach dem Skandal soll Gerüchten zufolge nun diese Woche noch der VW-Chef Martin Winterkorn vom Porsche-Chef Matthias Müller abgelöst werden. Der „Tagesspiegel“ schreibt VW-Chef Martin Winterkorn habe nicht mehr das Vertrauen des Aufsichtsrats. Von Seiten des Konzerns wurde die Ablöse durch Müller aber bereits als "Schwachsinn" dementiert.

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