Voller Fokus auf Wimbledon

Dominic Thiem

Voller Fokus auf Wimbledon

Österreichs Tennis-Star war nach seinem Final-Einzug und sensationellen French-Open-Auftritt bei Sponsor Bank Austria in Wien zu Besuch und stellte sich den Fragen der Pressevertreter.

Thiem hatte bei den French Open so wie letztes Jahr das Finale erreicht und war dort erst "Sandplatzkönig" Rafael Nadal unterlegen. Am Weg ins Endspiel musste er Klassespieler wie Gael Monfils ausschalten oder in einem wahren Tennis-Thriller die Nummer 1 der Welt Novak Djokovic über zwei Tage eliminieren. Thiem bezeichnete den Sieg gegen den Serben als "wohl größten Sieg meiner Karriere".

Auch abseits des Platzes landete Thiem einen unfreiwilligen und viel diskutierten Social-Media-Aufreger, als ihn Serena Williams während laufender Pressekonferenz aus dem Raum vertrieb und er die PK dann wütend gleich ganz abgebrochen hatte.

Thiem meinte darauf angesprochen, dass das Ganze ziemliche Wellen geschlagen hätte. Es wäre eine "komische Situation" gewesen, womöglich könne der US-Star nichts dafür. Wohl eher scherzhaft meinte Thiem, er wolle Serena Williams in Wimbledon nun zum Mixed einladen.

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Voller Fokus auf Wimbledon

Wimbledon (Start 1. Juli) war auch das bestimmende Thema beim Pressetermin. Thiem zeigte sich von der Final-Pleite gegen Nadal zwar enttäuscht, aber auch topmotiviert. Er freue sich auf die nächsten Aufgaben und die Rasen-Saison. Die Vorbereitung auf das "prestigeträchtigste Turnier" hat Thiem bereits genau geplant, vorher will er aber ein paar Tage Tennis-Pause machen. Wohl wird er auch weiter sein Spiel versuchen zu verbessern und zu analysieren. Er werde nicht aktiv, aber passiv Tennis verfolgen und Videos anschauen, auch "um Gegner zu scouten", so der gut gelaunte ÖTV-Star. Auch von Nadal könne er sich noch einiges abschauen, zum Beispiel die Volleys: "Er steigt rein in den Platz, nimmt die Bälle früh und nimmt mir die Zeit. Da will ich mich noch verbessern."

Für Wimbledon sei das Ziel, frisch und topfit zu sein und gut ins Turnier reinzustarten. Anders als im Vorjahr, als Thiem bereits in der ersten Runde beim Stand von 4:6, 5:7, 0:2 verletzungsbedingt gegen Marcos Baghdatis aufgeben musste. Dafür stand er schon vor zwei Jahren kurz vor dem Viertelfinaleinzug, unterlag Tomas Berdych in fünf Sätzen. Das wäre damals gleichbedeutend mit dem Semifinale gewesen, denn Novak Djokovic musste damals im Viertelfinale gegen Berdych aufgeben.

"Das Tennisjahr ist voll mit Highlights. Nach Wimbledon kommt Hamburg, Kitzbühel, was ich letztes Jahr völlig verbockt habe, woraus ich auch gelernt habe." Seine Hoffnung ist, dass er in die Serie Hamburg, Kitzbühel, Montreal, Cincinnati und US Open genauso frisch hineingeht wie in die Sandsaison in Monte Carlo. "Es ist mein Ziel, dass ich dort super Leistungen abliefere."

Großes Ziel in nächster Zeit ist der Angriff auf die Top 3 in der Weltrangliste. Thiem hat in den nächsten Wochen kaum Punkte zu verteidigen und könnte mit einem starken Wimbledon-Turnier Federer auf Rang 3 näher rücken. Wer von den jungen Spielern ist neben ihm noch in der Lage, vorne mitzumischen? Thiem: "Es hat noch nie ein Spieler aus den 90ern einen Grand Slam gewonnen. Das ist Djokovic, Nadal und Federer geschuldet. Tsitsipas wird ein Großer werden. Zverev ist seit drei Jahren in der absoluten Weltspitze. Was in drei, vier Jahren ist, kann keiner sagen. Da sind Spieler dabei, die jetzt erst 16 sind."

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