Viele Straßenverkehrsopfer befürchtet

Extrem viele Wildtiere auf den Straßen

Viele Straßenverkehrsopfer befürchtet

„Ich bin viel unterwegs - besonders im Salzburger Flachgau und OÖ Innviertel - und wenn es dunkel wird, traut man seinen Augen nicht. Ständig sehe ich Rehe, Igel, Hasen und gestern sogar einen Fuchs und Mäuse auf oder direkt neben der Straße, gerade zum Überwechseln ansetzend. Und leider sehe ich auch immer wieder Straßenverkehrsopfer auf oder neben der Straße liegen. Wenn ich nicht sehr vorsichtig und vorausschauend fahren würde, hätte ich in den letzten Tagen sicher auch schon Unfälle gehabt“, so Johanna Stadler, Geschäftsführerin des Tierschutzhofs Pfotenhilfe Lochen in der Grenzregion OÖ/Salzburg. „Sehr problematisch finde ich auch, dass ich bei 70 km/h auch in absoluter Dunkelheit oft mit laut aufheulenden Motoren überholt werde, um dann mit meist sogar mehr als 100km/h davonzubrausen.“

Eine solche Fahrweise erachtet die PFOTENHILFE als vollkommen verantwortungslos. Wenn bei solchen Geschwindigkeiten ein Tier vor das Fahrzeug springt, hat es wenig Chance, das Ganze heil zu überstehen. Und wenn es sich um ein Reh oder Wildschwein handelt, ist das auch für die Fahrzeuginsassen absolut lebensgefährlich. Besonders in der Dämmerung und nachts, sowie aufgrund der derzeit häufig durch Nässe und Blätter rutschigen Fahrbahn, muss die Geschwindigkeit daher unbedingt gedrosselt und verstärkt auf Sicht gefahren werden. Zum Schutz der Tiere, aber auch zur eigenen Sicherheit und der, der Mitfahrenden und anderen Verkehrsteilnehmer.

 „Wenn Sie ein Tier angefahren haben, lassen Sie es bitte nicht einfach liegen, sondern bleiben Sie stehen und vergewissern Sie sich, dass es tot ist. Wenn man schon einen Unfall verursacht, dann muss man auch die Verantwortung dafür übernehmen und verletzte Tiere sofort zum nächsten Tierarzt bringen“, so Stadler. „Die Behandlungs- oder Einschläferungskosten dürfen keinesfalls ein Grund sein, das Tier einfach seinem Schicksal zu überlassen, denn Fahrerflucht und unterlassene Hilfeleistung wird erst recht teuer - von saftigen Geldstrafen bis zu zwei Jahren Gefängnis ist hier alles drin!“

(Quelle: Pfotenhilfe Lochen)

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