Verdachtsfall auf Brasilien-Mutation

Alarm in Salzburg

Verdachtsfall auf Brasilien-Mutation

In Salzburg könnte es den ersten Fall der Brasilien-Mutation geben.

Nach der britischen und der südafrikanischen Mutation gibt es nun auch den ersten Verdachtsfall auf die brasilianische Mutation in Österreich.  In Salzburg werde im Moment eine Probe genauer untersucht, eine Bestätigung soll es in einigen Tagen geben. 
 

Deutlich ansteckender

Die B.1.1.28-Mutation wurde zunächst in Brasilien im Dezember zusätzlich zu einer Gruppe von Reisenden von Brasilien nach Japan identifiziert. Ersten Studien zufolge soll die Variante deutlich ansteckender sein.  In der brasilianischen Region Manaus stieg der Anteil der Fälle mit der Mutation von 52 Prozent im Dezember auf 85 Prozent im Jänner. Zur schwere der Erkrankungen und einer vermuteten möglicherweise reduzierten Wirksamkeit von Impfstoffen braucht es laut WHO zusätzliche Studien. 
 
Die brasilianische Variante wurde bereits in einigen europäischen Ländern wie etwa Italien und Deutschland nachgewiesen.
 

Mutationen bereits weit verbreitet

Daten aus den östlichen Bundesländern legten nahe, dass die Virusvariante B.1.1.7, das ist die britische, das Infektionsgeschehen bereits dominiere, schreibt die Ampel-Kommission. Der Anteil an N501Y-positiven Fällen - das umfasst die britischen, südafrikanischen und brasilianischen Variante - an der 7-Tages-Inzidenz lag in Wien bereits bei 51 Prozent, in Niederösterreich bei 50 Prozent, in Tirol bei 61 Prozent und im Burgenland gar schon bei 72 Prozent. Auch Salzburg und Oberösterreich zeigten bereits Anteile von über 40 Prozent.
 
Hotpot die südafrikanische Variante betreffend ist Tirol, wo 36 Prozent der positiven Proben dieser Mutation zuzuordnen sind. Diese gilt insofern als tückisch, als es mit ihr leichter zu Reinfektionen kommen kann, wie es in Tirol auch schon geschehen ist.