Van der Bellen neuer Bundespräsident

Norbert Hofer gesteht Wahlniederlage ein

Van der Bellen neuer Bundespräsident

Die Bundespräsidentenwahl ist geschlagen und das erwartete knappe Rennen ist offenbar ausgeblieben. Laut Hochrechnungen von ARGE Wahlen für die APA und SORA für den ORF liegt Alexander Van der Bellen klar vorne. Laut ARGE Wahlen kann der frühere Grünen-Chef mit 53,3 Prozent rechnen, FP-Konkurrent Norbert Hofer nur mit 46,7.

Die aufgehobene Wahl am 22. Mai hatte Van der Bellen knapp gewonnen. Auch in der ersten SORA-Hochrechnung ist Van der Bellen mit 53,6 Prozent deutlich vor Hofer mit 46,4 Prozent. Beide Hochrechnungen beruhen auf einem Auszählungsgrad von deutlich über 50 Prozent. Interessant dabei: Während Van der Bellen beim Urnengang am 22. Mai erst durch die Wahlkarten vor Hofer landete, dürfte er diesmal bereits am Wahlabend vorne liegen.

Zumindest gehen beide Institute davon aus, dass der Grüne Kandidat auch bei den "Urnenwählern" gewonnen hat. Dennoch wird die Auszählung der Briefwahlstimmen diesmal besonders kritisch beäugt werden, schließlich waren Unregelmäßigkeiten bei Öffnung und Auszählung der Wahlkarten der Grund für den neuerlichen Urnengang: Nachdem die FPÖ die Wahl vom 22. Mai angefochten hatte, stellte der Verfassungsgerichtshof schwere Formalfehler in 14 Bezirken fest und ordnete erstmals eine bundesweite Wahlwiederholung an. Ob das Ergebnis tatsächlich hält, wird man daher erst zu Weihnachten wissen: Die Frist für eine weitere Wahlanfechtung läuft nämlich noch bis 22. Dezember, Punkt Mitternacht.

Norbert Hofer gesteht Wahlniederlage ein

Anfechtung ausgeschlossen

Sowohl Van der Bellen als auch Hofer haben eine (neuerliche) Anfechtung im Wahlkampf allerdings ausgeschlossen. Am Wahltag selbst hatten sich noch beide Kandidaten hoffnungsvoll gegeben. "Ein Jahr Wahlkampf findet ein gutes Ende, hoffe ich", sagte Van der Bellen nach der Stimmabgabe in einem Wiener Schule. "Mit einem guten Gefühl, aber nicht siegessicher" trat Hofer nach dem Urnengang im heimatlichen Pinkafeld vor die Medien und betonte, das Ergebnis "mit Demut zur Kenntnis nehmen" zu wollen.

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