30. Oktober 2018 07:44
Sturm und Hochwasser
Unwetterlage entspannt sich
Die letzte Nacht verlangte rund 1.000 Feuerwehrleuten und Helfern einiges ab. Es wurden aus derzeitiger Sicht keine Personen verletzt, Regen und Sturm lassen nach.
Unwetterlage entspannt sich
© Freiwillige Feuerwehr Thalgau

Die Aufräumarbeiten nach der Unwetternacht sind im ganzen Land in vollem Gange, 42 Feuerwehren und beinahe 1.000 Feuerwehrleute absolvierten 214 Einsätze im ganzen Land. Während sich die Einsätze im Flachgau und Tennengau hauptsächlich um umgestürzte Bäume drehten, kämpfte der Süden des Landes mit Sturm und Hochwasser.

„Unsere Einsatzkräfte in Stadt und Land leisten wieder einmal hervorragende Arbeit. Zum Glück kamen bisher keine Personen zu Schaden. Ich bedanke mich im Namen aller Salzburgerinnen und Salzburger sehr herzlich für die erbrachten Hilfsleistungen, auf unsere Einsatzkräfte ist einfach immer Verlass“, unterstreicht Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Pegelstände der Flüsse gehen zurück und Straßensperren wieder aufgehoben

Heute Früh entspannte sich durch den nachlassenden Regen die Hochwasserlage an Flüssen und Bächen. An der Mess-Stelle Wallnerau in Schwarzach wurde die Meldegrenze erreicht, ebenso wie in Bad Hofgastein, Werfen, Mörtelsdorf (Lungau) und Kendlbruck (Lungau), das meldete der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg.

Die Rauriser Landesstraße konnte nach der Totalsperre in der Nacht nach einem Murenabgang dann am Morgen wieder einspurig geöffnet werden. Die Aufräumarbeiten werden hier noch ein bis drei Tage dauern. In Muhr konnten die Straßen zumindest für die Helfer wieder geöffnet werden, hier wird zur Stunde intensiv gearbeitet, um die Verbindung wiederherzustellen.

Bis zu 3.500 Haushalte ohne Strom

Auch für die Salzburg AG war es ein Großeinsatz. Gegen 23 Uhr waren zirka 3.500 Haushalte ohne Strom, 50 Mitarbeiter arbeiteten an der Behebung der Schäden. Heute morgen waren in Lofer, St. Koloman sowie in Zederhaus und Muhr noch 300 Haushalte ohne Strom.

Regen und Sturm lassen nach

Gute Nachrichten gibt es von den Meteorologen. Im Laufe des Tages lassen sowohl Regen als auch der Sturm nach. Das erleichtert die intensiven Aufräumarbeiten ein wenig.