UNO will Massaker untersuchen

Giftgas-Angriffe in Syrien:

UNO will Massaker untersuchen

Nach dem mutmaßlichen Giftgas-Massaker in Syrien setzt die UNO alles daran, den Vorfall zu prüfen. In aller Eile hat der Sicherheitsrat in der Nacht eine Sitzung abgehalten, nachdem der Verdacht besteht, das Regime habe nahe der Hauptstadt Giftgasangriffe verübt, die bis zu 1.300 Menschen das Leben gekostet haben. Die Angaben verschiedener Gruppen zur Zahl der Opfer gingen extrem auseinander. Ein UNO-Team ist bereits im Land, um andere Vorfälle zu untersuchen.

"Wir hoffen, dass die Regierung uns Zugang gewährt und dass es die Sicherheitslage zulässt", sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson am Mittwoch in New York nach einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats.

Schwerster Chemiewaffen-Angriff seit 1988

Der Großangriff von Mittwoch in der Früh mit Kampfflugzeugen, Raketen und Artillerie richtete sich gegen Rebellenhochburgen im Umland von Damaskus. Die lokalen Revolutionskomitees berichteten, betroffen seien vor allem der Bezirk Al-Ghuta Al-Sharkiya, der als Hochburg des Widerstandes gegen Präsident Bashar al-Assad gilt, sowie Moadhamiyat al-Sham.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre es der schwerste Chemiewaffen-Angriff seit 1988, als der damalige irakische Staatschef Saddam Hussein Tausende Kurden in der Stadt Halabja mit Giftgas tötete

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