Matthias Jaissle

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Union Gurten fordert Salzburg

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Am Dienstag startet zweite Cup-Runde - Rapid gastiert am Donnerstag in Allerheiligen

Der ÖFB-Cup geht diese Woche in seine zweite Runde, mit dabei sind noch alle zwölf Fußball-Bundesligisten. Bereits am Dienstag im Einsatz ist der amtierende Titelträger Red Bull Salzburg. Die Mannschaft von Trainer Matthias Jaissle gastiert im Innviertel bei Union Gurten (20:30). Brisanz weist die Partie des kriselnden SK Rapid beim USV Allerheiligen am Donnerstag (17.30) in der Steiermark auf.

Das Spiel des Jahres für den Regionalligisten Gurten gegen Österreichs Serien-Double-Sieger - Salzburg ist im Cup seit mehr als vier Jahren unbesiegt - findet in Ried statt. Wenn der oft strapazierte Vergleich "David gegen Goliath" irgendwo passt, dann für diese Partie. "Natürlich sind wir der klare Favorit und es ist unser Anspruch, souverän in die nächste Runde einzuziehen", erklärte Jaissle, der dem Gegner Respekt zollte. "Auch das Pokalspiel fängt bei 0:0 an, und Gurten hat sich den Einzug in die zweite Runde genauso verdient, wie wir es getan haben."

Ähnlich sah das der Däne Maurits Kjaergaard, der am Samstag beim 6:0 in Lustenau als Torschütze in Erscheinung getreten war: "Wir brauchen auch da eine konzentrierte Leistung, dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Der Cup kann tückisch sein." Jaissle wird gegen Gurten in der Startaufstellung rotieren lassen. Fix ist, dass Nico Mantl im Tor statt Philipp Köhn beginnen wird.

Ebenfalls am Dienstag im Einsatz ist der SCR Altach und zwar bei Zweitligist Admira. Die Niederösterreicher haben mit den Vorarlbergern noch eine Rechnung offen, schließlich gaben die Altacher am letzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison die Rote Laterne an die Südstädter ab. Die Admira musste absteigen, Trainer Andreas Herzog verlor seinen Job. Aufsteiger Austria Lustenau gastiert unterdessen in Dornbach beim Wiener Sportclub. Gegen den Drittligisten wollen die Vorarlberger das Debakel gegen Salzburg vergessen machen.

Am Mittwoch tritt Tabellenführer LASK in Tirol beim Regionalligisten SC Imst an. Alles andere als ein Sieg für die Kühbauer-Truppe wäre ebenso überraschend wie eine Niederlage von Vizemeister Sturm Graz in der Merkur Arena gegen Austria Salzburg (18.00). Sturm-Trainer Christian Ilzer ist sich jedoch der Herausforderung bewusst: "Mit Austria Salzburg treffen wir auf einen Traditionsverein im österreichischen Fußball, der im Grunddurchgang der Regionalliga West die Tabelle ungeschlagen anführt." Trotz Respekt vor dem Gegner sind die Grazer der haushohe Favorit. "Das klare Ziel ist selbstverständlich der Aufstieg in das Achtelfinale", betonte Ilzer.

Einmal über den Packsattel muss der Wolfsberger AC für sein Zweitrundenspiel beim Deutschlandsberger SC. Ebenfalls keine weite Reise vor sich hat die SV Ried, die beim WSC Hertha in Wels zurück in die Erfolgsspur finden will. "Das Match gegen Wels ist jetzt ein sehr wichtiges für uns. Nach den Niederlagen in der Bundesliga wollen wir ein anderes Gesicht zeigen", so SVR-Mittelfeldmann Leo Mikic. Das forderte auch sein Trainer Christian Heinle. "Im Cup brauchen wir ein Erfolgserlebnis, es wird kein Selbstläufer."

Die WSG Tirol muss nach Traiskirchen zum dortigen Drittligaverein, während der ASV Siegendorf aus der Regionalliga Ost auf der Hohen Warte in der Bundeshauptstadt gegen Austria Wien antritt (20:30 Uhr). Der TSV Hartberg reist mit einem Erfolgserlebnis in der Bundesliga (2:0 gegen Ried) zu Zweitligist Dornbirn ebenso ins Ländle wie Austria Klagenfurt, die Mannschaft von Coach Peter Pacult tritt bei Schwarz-Weiß Bregenz an.

Zum Abschluss der 32er-Runde benötigt Rapid in Allerheiligen dringend einen Erfolg, soll die sportliche Misere nicht noch tiefer ausfallen. Verlieren die Grün-Weißen beim steirischen Regionalligisten, wäre Trainer Ferdinand Feldhofer trotz aller gegenteiliger Beteuerungen seitens des Vereins wohl kaum mehr zu halten.