Terrorrisiko wird nicht sinken

Terrorexperte

Terrorrisiko wird nicht sinken

Friedrich Steinhäusler arbeitet an der Universität Salzburg und ist ein anerkannter Terrorexperte. Wir haben ihn nach den schrecklichen Anschlägen in Belgien natürlich nach der Gefahr für Salzburg gefragt.

Salzburg kein primäres Ziel

"Auf der Prioritätenliste stehen wir sicherlich nicht im oberen Bereich. Dazu sind wir im internationalen Geschehen zu wenig auffällig, anders wie zum Beispiel England oder die USA. Von keinem Risiko kann man zwar nicht sprechen, aber ein Terroranschlag in Salzburg ist eher unwahrscheinlich", erklärt Steinhäusler im Antenne Interview.

Gefahr für Atomkraftwerke

"Ein Atomkraftwerk in die Luft zu sprengen ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Aber Terroristen können natürlich Schäden anrichten und für den Austritt von radioaktiven Stoffen sorgen. Die internationale Atomenergiebehörde ist hier natürlich sehr bemüht für Sicherheit zu sorgen", so der Terrorexperte über die Gefahr für Atomkraftwerke.

Wirtschaftlicher Schaden

Nach welchen Kriterien werden die Ziele für Anschläge ausgewählt? "Es kommt auf die symbolhafte Bedeutung und auf den wirtschaftlichen Schaden den man anrichten kann, an. Konzerte, Fußballspiele, Einkaufszentren ... all diese Orte oder Veranstaltungen sind Ziele die leider an der oberen Stelle von Terrorzielen stehen," analysiert Steinhäusler vor allem die Gefahr für Großveranstaltungen.

Was können wir unternehmen

"Recht wenig", antwortet der Terrorexperte auf die Frage, ob wir dem Ganzen entgegenwirken können? Er erklärt sogar: "Wir müssen realistisch bleiben. Ich glaube, dass wir uns im Moment mit dem Terror abfinden müssen. Es gibt maximal die Möglichkeit größere Menschenansammlungen zu meiden. Viel mehr kann man da nicht machen."

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