SPÖ Papier ist aufgetaucht

Sondersitzung am Freitag

SPÖ Papier ist aufgetaucht

Das umstrittene Papier wurde ja 2011 vom Vorstand August Hirschbichler gemeinsam mit sozialdemokratischen Führungskräften in der Salzburg AG verfasst und unterschrieben. Sozialdemokratisch denkende Mitarbeiter sollen "in puncto Einstellung, Ausbildung, Karriere und Beförderung nicht benachteiligt werden", heißt es in dem zweiseitigen Papier. Seit gestern Abend liegt das Dokument auch in den Händen von Salzburg-AG-Aufsichtsratsvorsitzende Christian Struber "Ich glaube, dass das eine dumme Aktion war, die ihre Ursache darin hat, dass bei einer Betriebsratswahl eine andere Liste mehr Stimmen bekommen hat und besser abgeschnitten hat. Ich geh mal davon aus, dass jetzt alle Beteiligten verstanden haben, dass diese Aktion eine nicht unbedingt geschickte Vorgehensweise war."

Kommenden Freitag hat Struber nun eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates einberufen, um sich mit allenMitgliedern ein objektives Bild zu verschaffen. Mögliche Rücktritte in der Salzburg AG sind für Struber derzeit kein Thema. Vorstandssprecher August Hirschbichler hat sich nun auch schriftlich zu den Vorwürfen geäußert. Man wollte die direkte Einflussnahme der Politik immer vom Unternehmen fernhalten. Daher habe er die Punktation aufgesetzt. Zudem sei es kein parteipolitisch motiviertes Schreiben, so Hirschbichler.

Hier finden Sie das komplette SPÖ Papier.

Hier die Stellungnahme von Salzburg AG-Vorstandssprecher Mag. August Hirschbichler zur aktuellen politischen Diskussion:

Vor dem Hintergrund der verlorenen Betriebsratswahl im Jahr 2010 (Anmerkung: die FSG verlor nach zehn Jahren die Mehrheit an die FCG) kam es aus der SPÖ zu massivem Druck auf den der SPÖ-nahestehenden Vorstand August Hirschbichler. Hirschbichler, der damals (im Führungsduo mit Arno Gasteiger) wie heute (im Führungsduo mit Leonhard Schitter) niemals parteipolitisch motivierte Aktivitäten, Personaleinstellungen oder dergleichen getätigt hat, hat daraufhin ein Schreiben nach dem Grundsatz „Gleichbehandlung statt Bevorzugung“ verfasst.

Dieses Schreiben ist mittlerweile Medien zugespielt worden, das Unternehmen Salzburg AG hat es heute allen Aufsichtsräten zur Verfügung gestellt.

Vorstandssprecher August Hirschbichler: „Wir wollten die direkte Einflussnahme der Politik immer vom Unternehmen fernhalten. Aufgrund der damaligen politischen Situation habe ich die Punktation aufgesetzt, dazu kann ich auch reinen Gewissens stehen. Darin steht, dass bei Postenvergaben stets der beste Kandidat/die beste Kandidatin zum Zug kommen muss, egal ob überhaupt bzw. welcher ideologischen Richtung sie/er sich zugehörig fühlt. Da geht es nicht um Bevorzugung, da geht es eindeutig um Gleichbehandlung! Das ist kein parteipolitisch motiviertes Schreiben. Dass sämtliche Personalentscheidungen stets transparent, objektiv und nachvollziehbar gefallen sind, bestätigten zudem auch der frühere ZBR-Vorsitzende Gustav Windtner wie auch sein Nachfolger Johann Grünwald. Die von einer Tageszeitung ausgerufene Affäre ist somit keine, deshalb können wir das Ausmaß der entstandenen Aufregung auch nicht nachvollziehen.“

Hirschbichler: „Die von zwei Aufsichtsräten geforderte Sondersitzung des Aufsichtsrats findet diesen Freitag statt. Ich begrüße diese Sondersitzung außerordentlich, gibt uns doch diese die Gelegenheit Dinge richtig zu stellen. So ist beispielsweise der Vorwurf der Verletzung der Berichtspflicht an den Aufsichtsrat nicht haltbar, Kollege Schitter und ich weisen das zurück.“

Hirschbichler weiter: „Ich appelliere an alle Verantwortlichen, zur Versachlichung der Diskussion beizutragen, um eine nicht notwendige Beschädigung eines Salzburger Leitbetriebes hintanzustellen.“

 

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