02. März 2020 08:47
Bundesheeroffizier vor Gericht
Spionage-Vorwürfe
Pensionierter Oberst soll mindestens 25 Jahre als russischer Spion tätig gewesen sein - 71-jähriger Angeklagter hat Vorwürfe bisher bestritten.
Spionage-Vorwürfe
© Symbolbild / Getty Images

Ein pensionierter Offizier des Österreichischen Bundesheeres steht am Montag wegen des Vorwurfs der Spionage in Salzburg vor Gericht. Der 71-jährige Salzburger soll zumindest 25 Jahre für den russischen Militärgeheimdienst tätig gewesen sein und dafür rund 280.000 Euro kassiert haben. Der Beschuldigte bestritt bisher die Vorwürfe. Er habe weder Staats- noch militärische Geheimnisse verraten.

Laut Anklage hat der Mann von 1992 bis Ende September 2018 geheime Informationen über das Österreichische Bundesheer preisgegeben. Dabei sollen Waffensysteme und Aufgabenstellungen der Land- und Luftstreitkräfte im Vordergrund gestanden sein. Der Salzburger sitzt seit 30. November 2018 in Untersuchungshaft. Nach einem russischen Verdächtigen, offenbar ein Führungsoffizier, wird noch gefahndet. Der Prozess am Landesgericht Salzburg ist für fünf Tage anberaumt. Vermutlich wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

 

Quelle: APA