Spatenstich_Trinkwasserleitung_Gaisberg

Insgesamt acht Kilometer lang

Spartenstich für neue Wasserleitung auf den Gaisberg

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Rund eine Million Menschen besuchen den Gaisberg jährlich. Ohne fließendes Trinkwasser eine besondere Herausforderung für Gastronomie, Bewohner und Gäste. Eine 3.400 Meter lange Leitung bis auf den Gipfel soll das in Zukunft ändern.

Gestern erfolgte der Spatenstich für die lange ersehnte Trinkwasserleitung bis auf den Gipfel des Hausbergs der Stadt Salzburg. Der erste Teil von Elsbethen bis zum Bereich Mitteregg mit einer Länge von 4.700 Metern wurde bereits fertig gestellt. Nun werden auch die Gaisbergspitze sowie die Objekte rund um die Zistel und darunter mit einer insgesamt acht Kilometer langen Leitung versorgt.

„3.400 Meter neue Leitung, ein Pumpwerk und zwei Wasserbehälter sind dafür nötig. Ohne die gute Zusammenarbeit der neu gegründeten Wassergenossenschaft mit Obmann Daniell Porsche, der Stadt Salzburg und dem Land wäre das nicht möglich gewesen“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

 

Daniell Porsche, Obmann der Wassergenossenschaft Gaisbergspitz ist erleichtert, „dass die Transporte mit Tanklastwagen bald Geschichte sind und die Gastronomie mit der neuen Leitung nun ausreichend Wasser zu einem normalen Tarif zur Verfügung haben wird und dieses ohne aufwendige Aufbereitungen an die Kunden weitergeben kann.“

„Die Stadt Salzburg ist froh darüber, dass es in Zusammenarbeit mit der Wassergenossenschaft nun gelungen ist, das Projekt zu realisieren. Mir ist es besonders wichtig, dass wir entlang der Trasse zur Gaisbergspitze auch drei Wasserentnahmestellen errichten werden, die den Wanderern zur Trinkwasserentnahme zur Verfügung stehen“, sagt Bürgermeister Harald Preuner.

 

Die Versorgung auf dem Gaisberg ist ohne Trinkwasserleitung sehr aufwendig. Das kühle Nass wird von Guggenthal neun Kilometer weit und über rund 650 Höhenmeter mit einem Tank-Lastwagen auf die Gaisbergspitze transportiert. Das ist allein für die Gastronomie auf dem Gipfel 50 Mal pro Jahr erforderlich. Vor der Verwendung wird das Wasser noch mit einer UV-Anlage gegen Keime behandelt und zwei Mal jährlich von der Salzburg AG überprüft. Die privaten Haushalte verfügen teils über Einzelversorgungsanlagen, die bei anhaltender Trockenheit allerdings keine Verlässlichen Wasserspender sind und dann ebenfalls mit Tankwagen versorgt werden müssen.

Die Gesamtkosten für die Errichtung der neuen Trinkwasserleitung betragen rund 2,5 Millionen Euro. Zwölf Prozent davon fördert der Bund. Die Stadtgemeinde Salzburg übernimmt 500.000 Euro. Für die restliche Summe nimmt die Wassergenossenschaft einen Kredit auf. Zur Rückzahlung hat das Land Salzburg rund 40.000 Euro jährlich als Abgangsdeckung reserviert. Die Fertigstellung ist bis Herbst 2023 geplant.

 

Daten und Fakten zur Gaisberg-Trinkwasserleitung

Leitungslänge neu: 3.400 Meter
2 Pumpstationen
2 Wasserbehälter
Gesamtkosten: 2,5 Millionen Euro
Fertigstellung Herbst 2023
Drei neue Trinkwasser-Entnahmestellen für Wanderer
Leitungslänge insgesamt ab Elsbethen: Rund acht Kilometer
 

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