Sommerzeit ist Wechselzeit

Fußball-Transfer-Wahnsinn

Sommerzeit ist Wechselzeit

Ein 19-jähriger Junge, der eher wirkt, als hätte er eben den Schulabschluss hinter sich, wechselt um 126 Millionen Euro von Benfica Lissabon zu Atletico Madrid. Dieser Wechsel brachte den Transfer-Wahnsinn im Sommer ins Rollen. Auch wenn der junge Fußballer bescheiden bleibt und von dem ganzen Theater um seine Person wenig wissen will, so ist doch unbestritten, dass unter diesen Summen enormer Erwartungsdruck auf einem lastet. Gegenüber der Welt sagt Karl-Heinz-Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern München: „Der Markt hat eine ungesunde Größe angenommen. Die Ablösesummen im dreistelligen Millionenbereich wecken riesige Erwartungshaltungen.“ Und weiter betont er: „Die Spieler wissen: Das Stadion ist ausverkauft und die Leute erwarten jetzt Zauberfußball von dir. Dem wirst du nicht immer gerecht.“

Transfers über 40 Millionen sind schon völlig normal

Tanguy Ndombélé, Lucas Hernández und Rodrigo bringen es mit ihren Transfers zu neuen Klubs zusammen auf 210 Millionen Euro. Die Spieler sind allerdings nicht weltbekannt oder in der Kategorie Weltklasse zu verbuchen, doch teuer sind sie allemal. Längst werden die Summen nicht mehr an die Leistungen angepasst, sondern die Preise werden durch den Markt bestimmt. Durch TV-Gelder, Sponsoring oder reiche Klubeigentümer können diese Summen gestemmt werden. Die kleinen Klubs bleiben bei diesem „Spiel der Großen“ meist auf der Strecke.

Die heißesten Deals in diesem Sommerfenster

Schlagzeilen machte vor allem der Wechsel Eden Hazards von Chelsea zu den Königlichen von Real Madrid. Ihm folgt beispielsweise Luka Jovic von Eintracht Frankfurt, der in der Bundesliga für Furore sorgte. Frenkie de Jong wechselt von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona. Die Dienste des 22-jährigen lässt sich der Verein 75 Millionen Euro kosten. Mit Neymar oder Antoine Griezmann könnten noch spektakuläre Transfers folgen. Dass die Summen noch steigen können zeigt Neymar, der für 300 Millionen Euro aus Paris gehen könnte.

Und was ist in Österreich passiert?

Vor allem in Salzburg gab es einen Umbruch in der Mannschaft. Gleich 12 Abgänge muss die Mannschaft verkraften. Mit Diadie Samassékou droht der nächste Abgang, der 23-jährige soll mehreren Medienberichten zu Borussia Dortmund wechseln. Mit Xaver Schlager, Stefan Lainer und Hannes Wolf gehen drei Spieler zu Topklubs in der deutschen Bundesliga. Doch es kehren viele Spieler von Leihen zurück und junge Spieler werden von Liefering hochgezogen. Mit Majeed Ashimeru oder Sekou Koita stehen auf alle Fälle vielversprechende Talente bereit. Sonst ist der Markt in Österreich, im Vergleich zur internationalen Elite, ruhig. Jedoch wurden die Trainer von gleich sieben Mannschaften ausgewechselt.

Wirbel gibt es nun auch wieder um Marko Arnautovic, der um eine Freigabe bei seinem Klub West Ham United angesucht haben soll. Der Verein soll aber Angebote aus China abgelehnt haben, wonach der nächste Streit zu folgen droht.

  

Diesen Artikel teilen:
Jetzt spielt MÖWE FEAT. EMY PEREZ DOWN BY THE RIVER
Nächster Song CESAR SAMPSON / LAZY SUIT

Fotoalbum 1 / 28