26. Juli 2016 19:10
Selbstverteidigung für alle
So schützt ihr euch richtig
Die Kampfkunst DIM MAK ist eine Selbstverteidigungstechnik, die ohne Kraft und Verletzungen den Gegner ausschaltet.
So schützt ihr euch richtig
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DIM MAK heißt die Technik, die ins Deutsche übersetzt "Tödliche Berührung" bedeutet. In einem Interview mit Peter Ramoser (Selbstverteidigungstrainer) haben wir eine Einführung in diese Kampfskunst erhalten. Er hat uns verraten, dass der menschliche Körper genau 352 Punkte besitzt, welche von Ohnmacht bis hin zu Tode führen können.  In seinen Seminaren unterrichtet Ramoser aber nur eine beschränkte Anzahl von Punkten, um die Technik besser zu erlernen und im Ernstfall diese ohne Probleme einsetzen zu können. Weiters erwähnt Ramoser, dass in seinen Trainingseinheiten keine tödlichen Techniken gelehrt werden.

Den Gegner ausschalten ohne ihn zu verletzen
Die Kampfkunst DIM MAK ist perfekt dafür geeignet, sich im Ernstfall zu wehren, ohne dass man seinen Gegner verletzt. Es werden keine Griffe oder Hebel verwendet. Man wehrt sich ganz einfach, indem man die  Nervenvitalpunkte, die man am ganzen Körper hat, erwischt. Einige dieser Nervenpunkte sind extremer in der Reaktion, andere wiederum weniger extrem oder schwieriger zu treffen. Speziell am Hals, im Gesicht und am Hinterkopf hat man viele solche Punkte. Wenn man diese mit einem leichten Schlag trifft, ruft dieser Schlag starke Schmerzen bzw. Bewusstlosigkeit hervor.

Wo befinden sich diese Nervenpunkte?
Am Gesicht befinden sich unterhalb vom Jochbein und unterhalb des Mundwinkels solche Punkte. Der Mental-Nerv unterhalb des Mundwinkels ist so empfindlich, dass der Gegner bei einem Schlag auf diesen für 2-3 Minuten in Ohnmacht fallen kann. Auch durch einen Schlag auf den Hinterkopf, hinter das Ohr, kann man den Angreifer ausschalten. Trifft man den Gegner am Bauch links und rechts, löst dieser Schlag bei ihm Atemstörungen hervor. Weitere solche Punkte befinden sich am Hals, wo man durch zwei Nervenstrengen, die man mit den Fingern erreicht, den Gegner ausschalten kann.

Übung macht den Meister
Wie lange man braucht, bis man die Technik tadellos anwenden kann, hängt vom Punkt ab. Die wirkungsvollsten Punkte befinden sich am Kopf und im Gesicht. Diese kann man nach dem zweiten bzw. dritten Mal üben.  Kennt man die Punkte an den Beinen, Augen, am Kopf, im Gesicht und am Hals, kann man sich optimal verteidigen.

Auch für Pensionisten und Kinder
Für die Umsetzung der Kampfkunst DIM MAK benötigt man keine Kraft. Es kommt auf die Schlagtechnik und auf den Winkel, mit den man den Nerv erwischt, an. Demzufolge können auch Kinder und Pensionisten diese Techniken erlernen. Ramoser erwähnt, dass es wichtig ist, bei einem Angriff die Angst zu verlieren. Man darf sich selbst nicht unter Druck setzen. Um DIM MAK umzusetzen braucht man keine Kraft, es findet alles im Kopf statt.

Peter Ramoser unterrichtet in seinen Seminaren zirka 10 dieser Punkte. Er macht seit 1975 Taekwondo. Er sieht die Kampfkunst DIM MAK, die aus China stammt, als eine umgekehrte Akupunktur und Akupressur. Am Samstag, 30. Juli, findet sein nächster Kurs, im Sportzentrum Mitte, statt. Wer sich auch für DIM MAK interessiert und es ausprobieren möchte, kann sich unter http://www.furchtlos.at nähere Informationen und Anmeldeformulare holen.