Snowden will auch nach Österreich

Verzicht auf Asyl in Russland

Snowden will auch nach Österreich

Der von den USA Gesuchte habe seinen Antrag zurückgezogen, sagte Kreml-Sprecher Peskow am Dienstag. Grund seien die von Präsident Wladimir Putin genannten Asyl-Bedingungen. Der Kremlchef hatte am Montag gefordert, dass der 30-Jährige aufhöre, den USA mit seinen Enthüllungen Schaden zuzufügen.

Snowden habe in 15 Ländern Asyl beantragt und halte sich noch immer im Transitbereich eines Moskauer Flughafens auf, hieß es unter Berufung auf das Präsidialamt weiter. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte eine Reihe von Staaten genannt, darunter auch Österreich.

Innenministerin Mikl-Leitner bestätigte, dass Snowden einen Asylantrag für Österreich gestellt hat. Dieser sei Montagnachmittag bei der österreichischen Botschaft in Moskau eingebracht und anschließend weitergeleitet worden. Mikl-Leitner betonte jedoch, dass ein solcher Antrag nur direkt im Land gestellt werden könne und nicht über die Botschaft.

Polen sagt "Nein"

Polen teilte am Dienstag mit, dass es den Geheimdienstenthüller nicht aufnehmen werde. Sein Asylantrag habe nicht den formalen Anforderungen entsprochen. Auch das Osloer Außenministerium bestätigte einen Asylantrag Snowdens. Weil dieser aber per Fax gestellt wurde müsse er nach geltenden Regeln abgewiesen werden, ergänzte der dortige Staatssekretär.

Der IT-Experte Snowden hält sich seit fast zehn Tagen im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf. Er hat weder einen gültigen Pass noch ein russisches Visum.

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