Snowboardsport in Not

Dramatischer Rückgang an Snowboardtalente

Snowboardsport in Not

Der Snowboardsport feierte am Anfang der 1990er-Jahre in Österreich einen riesen Aufschwung und das merkte man auch im Weltcup. Viele derzeitige und ehemalige Snowboarder aus Österreich konnten über Weltcupsiege und Goldmedaillen jubeln. Aus Salzburgersicht sticht vor allem Andreas Prommegger hervor. Der 37-jährige aus St. Johann im Pongau kann 13 Weltcupsiege und 22 zusätzliche Podestplätze für sich verbuchen und ist seit Jahren einer der konstantesten Größen im österreichischen Snowboardsport.

Doch es ist ein Trend zu verzeichnen, der nicht gut aussiet: Aas den Jugendteams kommen wenig bis gar keine nach. Das ist in doppelter Hinsicht schade, da die Snowboard-Disziplinen olympisch sind und auch des Öfteren Weltmeisterschaften in heimischen Gefilden stattfinden.

Es ist derzeit sehr schwierig“

Andi Prommegger hat im Interview mit Antenne Salzburg auch einen Schuldigen für diese Misere gefunden: „Die Industrie hat eine Schuld daran, denn wenn man in ein Sportgeschäft geht und Racing-Boards kaufen will, bekommt man nicht einmal das richtige Material, da nur Freestyle-Bretter im Angebot sind“.

Bartl Gamsbichler, Chef des Salzburger Landesskiverbandes erkennt auch die Problematik: „Es ist derzeit sehr schwierig etwas auf die Beine zu stellen auch aufgrund der fehlenden Unterstützung der Schulen und Vereine. Jedoch wollen wir diese mehr einbinden um etwas voranzutreiben“

Claudia Riegler, ehemalige Weltmeisterin aus dem Jahr 2005, sieht auch einen Mangel an Angeboten in Richtung Snowboard-Kurse beziehungsweise Snowboard-Training als einen der Gründe an warum der Nachwuchs derzeit schwächelt.

Alles in allem kann man jedoch sagen, dass hier noch eine Menge Aufholbedarf besteht und wenn unsere Altmeister zurücktreten sieht es in dieser Sparte sehr düster aus.

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