10. Juni 2013 14:15
US-Datenskandal
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Der US-Datenskandal schlägt breite Wellen. Allein im März hat die Geheimdienstorganisation NSA 97 Milliarden Dateneinheiten erhoben.
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© oe24

Der US-Geheimdienst „National Security Agency“ (NSA) saugt seit 2007 gigantische Mengen privater Daten aus sozialen Netzwerken. Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, AOL, Skype, YouTube, Apple - sie sollen dem Geheimdienst sogar freiwillig Zugriff auf ihre Server gewährt haben. Das Außmaß dieser Daten ist erschreckend: Milliarden Menschen weltweit sind betroffen.

Auch in Österreich müssen wir uns somit fragen: wer lest mit? Eine Mail an die Freundin oder eine persönliche Nachricht auf Facebook - wird der Inhalt der Nachricht wirklich nur vom Empfänger gelesen oder liegen die Daten längst auf einem Server der NSA.

Die Geheimdienste verteidigen die Strategie: Auch die geheime Sammlung von Telefondaten diene zur Terrorbekämpfung. Fakt ist, die Operation mit dem Decknamen „PRISM“ läuft seit sechs Jahren. Die NSA greift auf Daten aus E-Mails, Skype-Videokonferenzen, Chats, Nachrichten auf Facebook, Internet-Telefonate und Datei-Übertragungen zu. Die Daten landen dann auf Servern des Geheimdienstes, die in Atombomben-sicheren Bunkern stehen.

Betroffen ist somit jeder, der solche Nachrichten sendet oder empfängt. Dem nicht genug: Die Daten werden auf unbestimmte Zeit gespeichert und könne somit jederzeit wieder aufgerufen werden. Eine Gesichtserkennungssoftware wertet zudem die Daten von Video-Chats und Facebook-Nutzern aus.