Schutzkonzept geplant

Nach gewaltigem Felssturz

Schutzkonzept geplant

Zwei Schutzdämme, die Neudimensionierung und Ergänzung der bestehenden Steinschlagnetze sowie eine teilweise Verlegung der Landesstraße seien geplant, teilte das Land am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Rund zweieinhalb Millionen Euro sollen die Maßnahmen und die weitgehende Rekultivierung der überschütteten Flächen kosten. Messungen würden zwar zeigen, dass es derzeit keine nennenswerten Bewegungen am Berg gebe. Das müsse aber nicht auf Dauer so bleiben. "Wir haben die Situation im Griff. Die Ruhe im Hang muss aber nicht in alle Ewigkeit halten", sagte Landesgeologe Gunther Heißel. Mit der Umsetzung könnte noch heuer begonnen werden.

Durch den Felssturz habe sich das Gelände verändert, was eine Neubeurteilung der Steinschlag- und Lawinengefahr notwendig machte. Basis dafür seien die Ergebnisse eines Geländescans. Zudem sei ein vermessungstechnisches Überwachungssystem für die Langzeitbeobachtung installiert worden.

Für die zwei vorübergehend evakuierten und derzeit mit Panzerigel geschützten Häuser ist ein Schutzdamm vorgesehen. Dieser soll sowohl vor Steinschlag, als auch vor Lawinen schützen. Am derzeitigen Ende des Schüttkegels soll taleinwärts eine Lawinenmauer entstehen, da sich der Gefahrenbereich durch den Bergsturz verändert habe.

Auch bei der Planung der Valserstraße (L230) müsse auf die bestehende Gefährdung Rücksicht genommen und Restrisiken möglichst reduziert werden. "Die Detailplanungen werden im engen Einvernehmen mit der Landesgeologie, der Wildbachverbauung und der Gemeinde in den nächsten Wochen vorangetrieben", meinte Christian Molzer, Leiter der Abteilung Verkehr und Straße. Auch die landwirtschaftlichen Flächen sollen "in einem höchstmöglichen Ausmaß" wieder nutzbar gemacht werden, hieß es.

Der Felssturz hatte die Landesstraße im Valsertal am Abend des 24. Dezembers bis zu zehn Meter hoch und 150 Meter breit verschüttet. Personen kamen nicht zu Schaden, allerdings wurden mehrere Weiler der Gemeinde Vals von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 150 Dorfbewohner waren bis zur Öffnung eines Notweges eingeschlossen. Zudem mussten zahlreiche Häuser in der Gefahrenzone evakuiert werden. Nur wenige Minuten vor dem Felssturz hatten mehrere Kinder die Stelle auf dem Rückweg von der Christmette passiert.

Quelle: APA

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