Schock-Studie über Muslime sorgt für Aufregung

"Verteidigen Ehre mit Gewalt"

Schock-Studie über Muslime sorgt für Aufregung

Filzmaier-Studie zeigt: Wertehaltung bei islamischen Gruppen sehr unterschiedlich.

Im Auftrag des Integrationsfonds hat Politologe Peter Filzmaier eine Studie zu Muslimen in Österreich erstellt. Diese bringt zum Teil erschreckende Ergebnisse zutage, die zeigen, dass es bei der Integration bei einigen Gruppierungen noch großen Aufholbedarf gibt.

Befragt wurden mehr als 1.000 Muslime: Flüchtlinge, die eben erst kamen, ebenso wie Türken, die schon Jahrzehnte im Land sind, Bosnier oder Tschetschenen. Die Ergebnisse im Detail:

  • Handschlag. Es ist ein bekanntes Bild: Der Vater eines muslimischen Schülers weigert sich, einer Lehrerin die Hand zu geben. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sowie 40 % der Türken können diese Verhaltensweise sehr oder eher verstehen.
  • Familienehre. Schockierend: Mehr als ein Drittel der Flüchtlinge sowie ein knappes Drittel der Türken befürworten die gewaltsame Verteidigung der Familienehre, also notfalls Blutrache. Für das Thema Ehrenmord zeigen weniger als 10 % Verständnis. Bei den Bosniern beträgt die Ablehnung 100 %.
  • Islamisches Recht. Ein Viertel der Flüchtlinge findet, dass neben dem österreichischen Recht auch islamisches gelten sollte. Vor allem die Tsche­tschenen sind dieser Meinung (siehe Grafik). Die Scharia als einzige Rechtsgrundlage wird allerdings klar abgelehnt.
     

Reichen österreichische Gesetze oder braucht es islamische Regeln?

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  • Witze über den Islam. 60 % der Flüchtlinge und 59 % der Türken finden, dass es verboten werden sollte, sich über den ­Islam öffentlich lustig zu machen.


Sollte es verboten sein, sich über den Islam lustig zu machen?

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  • Muslime als Partner. Große Unterschiede zeigen sich beim Thema Religion und Partnerschaft. 72 % der Somalier und 66 % der Tschetschenen ist es wichtig, dass ihr/e Partner/in muslimisch ist. Irakern ist das nur zu 14 % wichtig.
     

Partnerschaft

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Schock-Studie über Muslime sorgt für Aufregung
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  • Jungfräulich in die Ehe. 40 % der Befragten und ein Drittel der Flüchtlinge wollen auf jeden Fall, dass ihre Frau jungfräulich in die Ehe geht.
  • Antisemitismus. Erschreckend: 62 % der Syrer stimmen der Aussage „Juden haben zu viel Macht“ sehr oder eher zu. Bei den Türken sind es 61 %. Iraner stimmen der Aussage hingegen „nur“ zu 18 % zu.

Antisemitische Aussagen: Juden haben zu viel Macht auf der Welt?

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Sebastian Kurz im Interview mit der Tageszeitung "Österreich": 

ÖSTERREICH: Welche Erkenntnisse finden Sie besonders bemerkenswert?

Sebastian Kurz: Es zeigt sich klar, dass wir besonders große Probleme bei der Wertehaltung der Tschetschenen und auch der Afghanen haben. Ich fühle mich durch die Studie in meiner Linie bestätigt, die Migration aus anderen Kulturkreisen, insbesondere von bildungsfernen Schichten, massiv zu reduzieren.

© APA/ Hochmuth
Sebastian Kurz
× Sebastian Kurz

ÖSTERREICH: Welche Schlüsse ziehen Sie für jene daraus, die schon hier sind?

Kurz: Es braucht Veränderungen im Sozialsystem. Viele dieser Menschen nehmen nicht am Arbeitsmarkt teil, dadurch entstehen Parallelstrukturen. Außerdem brauchen wir konsequente Frühförderung für die Kinder statt der Islamkindergärten.

ÖSTERREICH: Sie sind Integrationsminister. Sehen Sie die Studie auch selbstkritisch?

Kurz: Der Erfolg der Integration hängt von der Zahl der zu In­tegrierenden ab. Daher sind die Herausforderungen durch den Flüchtlingsstrom noch größer geworden, davor habe ich immer gewarnt.(knd)