Schifferstechen in Oberndorf

Schiff Ahoi

Schifferstechen in Oberndorf

Am Sonntag, den 13.8., fand das traditionelle Schifferstechen in Oberndorf statt. Der Wettkampf blieb bis zum Ende spannend und brachte einen Sieger aus Nußdorf.

Andreas Margreiters Augen funkeln, wenn er von der Disziplin des Schifferstechens spricht: "Es ist eine Belustigung für die Bevölkerung von Nah und Fern. Es ist ja eine Anlehnung an die Holztransporte, die früher auf der Salzach durchgeführt worden sind", erzählt das Mitglied der Schifferschützen-Corps Oberndorf. Er und sein Verein veranstalteten am Sonntag das traditionelle Schifferstechen in Oberndorf.

Viel Geschicklichkeit gefordert

Für Margreiter war es wieder eine erfolgreiche Veranstaltung: "Wir sind zufrieden. Wenn man das Wetter der letzten Tage beachtet, wo es viel geregnet hat und die Salzach sehr hoch war, dann kann man heute glücklich sein. Das Wasser war zwar ziemlich kühl, aber den Stechern hat das nicht viel ausgemacht". Die Stecher sind übrigens ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Wettbewerbs: Pro Kampf stehen sich zwei Boote mit jeweils vier Mann gegenüber: Drei Personen rudern, eine steht und hält eine Holzlanze in der Hand - eben der Stecher. Wenn sich dann die beiden Boote im Fluss unmittelbar gegenüber stehen, wird versucht, mit der Holzlanze und dem darauf befestigten Gummiknauf den anderen Stecher vom gegnerischen Boot zu schubsen. Ein großer Spaß für alle - wenngleich auch hohe Konzentration nötig ist. "Man muss schon ein wenig Geschicklichkeit haben, um als Stecher stehen und gleichzeitig denn Gegner mit der Lanze umstoßen zu können", erklärt Margreiter.

Nußdorfer Team sichert sich Sieg

Am Sonntag nahmen insgesamt fünf Vereine aus Oberndorf und Umgebung am Wettbewerb teil - den Sieg sicherte sich letztendlich das Team Zeche Schlößl aus der Nachbargemeinde Nußdorf. Bis zum Schluss blieb das Event spannend: Erst in einem finalen Stechen konnte sich die Mannschaft um Stecher David Mühlbacher durchsetzen. "Wir sind auf jeden Fall zufrieden, auch wenn wir es am Ende noch spannend gemacht haben", schildert Mühlbacher nach dem Finale. Trotz des Sieges landete auch er einmal im Wasser: "Im ersten Moment ist der Fluss saukalt, da muss man dann erst einmal Luft holen", so der Stecher vom Team Zeche Schlößl. Insgesamt erlebten mehrere hunderte Menschen die Veranstaltung an der Salzach - neben dem Wetter war also auch die Stimmung am Ufer prächtig. "Der Wettkampf war fair, das ist das Allerwichtigste", sagt Organisator Margreiter. Er nahm als Organistor ebenfalls am Wettbewerb teil - und auch wenn es nicht für den Sieg gereicht hat, so ist er dennoch im Anschluss in guter Laune: "Wenn man als Steuermann bei so einem Wettkampf dabei ist, dann gibt es schon ein gewisses Kribbeln. Es war ein cooler Bewerb und wir sind zufrieden" -  und auch bei dieser Aussage funkelten seine Augen. Somit war das Schifferstechen auch heuer wieder ein voller Erfolg.

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