Weltfrauentag

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Salzburgs Frauen sind klimafreundlicher

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Salzburgs Frauen legen in Summe um die Hälfte mehr Alltagswege bewegungsaktiv zu Fuß oder mit Fahrrad zurück als Männer und fahren deutlich weniger mit dem Auto, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ anlässlich des heutigen Weltfrauentags aufmerksam.

Damit sind Frauen energiesparender und klimafreundlicher mobil. Der VCÖ betont, dass häufige Bahn und Busverbindungen, eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung und ein gutes Netz an Radwegen sowohl Frauen als auch Männern viel Geld spart.

Salzburgs Frauen benötigen weniger Diesel oder Benzin für ihre Mobilität: Während sich Salzburgs Männer in Summe für 55 Prozent ihrer Alltagswege hinters Auto-Lenkrad setzen, ist das bei Frauen nur bei 39 Prozent ihrer Wege der Fall. Stattdessen bewegen sich Frauen deutlich mehr, berichtet die Mobilitätsorganisation VCÖ. Jeden dritten Alltagsweg legen in Summe Salzburgs Frauen bewegungsaktiv zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück, die Männer nur jeden vierten. "Wer möglichst viele Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegt, kommt auf eine regelmäßige Portion gesunde Bewegung. Kalorien statt Erdöl verbrennen ist die richtige Antwort auf steigende Spritpreise", stellt VCÖ-Expertin Lina Mosshammer fest.

Das Potenzial, dass mehr Erledigungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad gemacht werden, ist in Salzburg sowohl bei Männern als auch bei Frauen hoch. Viele Autofahrten sind kurz und in Radfahrdistanz oder sogar fußläufig. Eine geh- und radfahrfreundliche Verkehrsplanung in Gemeinden und Städten sowie mehr Geh- und Radwege etwa zwischen Siedlungen und dem nächstgelegenen Ort, ermöglicht es Frauen und Männern und auch Kindern mehr kurze Strecken bewegungsaktiv zurückzulegen, betont der VCÖ. Zudem wird damit die Nahversorgung im Ort gestärkt.

Die Verkehrsplanung richtet sich oft nur nach einem Teil der Mobilitätsbedürfnisse. Viele Frauen haben andere Anforderungen. So zeigen Untersuchungen, dass die Wegeketten von Frauen im Schnitt komplexer und vielfältiger sind als von Männern. "Diese Lebensrealitäten spiegeln sich in der Verkehrsplanung oft nicht wider. Wir planen für das, was wir kennen. Umso wichtiger ist es, verschiedene Blickwinkel in die Planung einzubringen. Vielfalt in den Planungsteams, mehr Diversität, verbessert die Qualität eines Mobilitätssystem für alle Bevölkerungsgruppen", betont VCÖ-Expertin Mosshammer.

Der Ukraine-Krieg und die steigenden Spritpreise führen drastisch vor Augen, wie wichtig es ist die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu verringern. Das Mobilitätsverhalten von Frauen ist energiesparender, sie haben damit einen Vorsprung gegenüber den Männern. "Wichtig ist jetzt, die Erdöl- und Autoabhängigkeit zu reduzieren. Mehr Bahn- und Busverbindungen, eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung und der weitere Ausbau der Rad-Infrastruktur ermöglichen es der Bevölkerung, energiesparend und kostengünstig unterwegs zu sein", stellt VCÖ-Expertin Mosshammer fest. Mit dem Klimaticket gibt es nun ein sehr kostengünstiges Mobilitätsangebot. Gerade für die hohe Anzahl an teilzeitbeschäftigten Frauen ist es wichtig, dass es ein gutes Angebot an Bahn- und Busverbindungen gibt. "Wenn es gute Bahn- und Bus-Verbindungen, können sich Pendlerinnen mit dem Umstieg vom Auto auf die Öffis quasi ein 15. Monatsgehalt verdienen", verdeutlicht VCÖ-Expertin Mosshammer.

Quelle: Verkehrsclub Österreich