Salzburger neuer Mi(ni)ster Arbeit

Ökonom soll jetzt Arbeitsmarktkrise eindämmen

Salzburger neuer Mi(ni)ster Arbeit

„Ich komme als unabhängiger Experte in die Regierung und werde gleich losstarten“, stellte der neue Arbeitsminister Martin Kocher gestern bei seiner Präsentation klar.

Bundeskanzler Sebastian Kurz präsentierte am Sonntag den 47-jährigen anerkannten Ökonomen und bisherigen IHS-Leiter als Nachfolger von Christine Aschbacher. Sie ist nach einer Plagiatsaffäre am Samstagabend zurückgetreten.

Heute soll der gebürtige Salzburger und Verhaltensökonom, der die Anfrage von Kurz „am späten Samstagabend“ bekam und annahm, von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt werden. Die Wirtschaftskammer, aber auch Neos und AMS-Vorstand Johannes Kopf streuten dem Fachmann Rosen.

"Arbeitslosigkeit jetzt abfedern" als Aufgabe

Die Familien- und Jugendagenden wandern nun ins Ressort von ­VP-Integrationsministerin Susanne Raab. Kocher, der seit Juni auch Chef des Fiskalrates war, soll sich angesichts der 520.919 Arbeits­losen und der größten Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise seit Jahrzehnten hauptsächlich mit dem Kampf ­gegen die Arbeits­losigkeit beschäftigen.

Drei Punkte

Der begeisterte Läufer ist „voll motiviert“ und will, dass die düsteren Prognosen für den Arbeitsmarkt besser werden als derzeit erwartet. Die Kurzarbeit könne „kein Modell für Jahre“ sein, aber durchaus noch einmal verlängert werden. Dazu fokussiere er sich auf die „Beschäftigung danach“ – und auf die Zukunft der ­Arbeit, sprich: „Digitalisierung, Strukturwandel, Fachkräftemangel“.

Bezüglich Pandemiebekämpfung hat er die paneuropäische Initiative von Hunderten Wissenschaftern mit der „Zero Covid“-Strategie unterschrieben: Ein völliges Runterdrücken der Infektionszahlen sei neben dem Impfen auch die beste Therapie gegen die Arbeitsmarktkrise.

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