Salzburger durchstöbern Mülltonnen

Waste Diver in Salzburg

Salzburger durchstöbern Mülltonnen

In Salzburg gibt es schon eine kleine Community von Waste Divern. Sie sprechen sich untereinander ab und gehen in kleinen Gruppen auf die Jagd. „Am besten sind die Nächte, bevor die Müllabfuhr die Tonnen leert. Da ist oft viel Frisches dabei“, erzählt Waste Diver Lukas Uitz im Antenne-Interview. Was er ergattert, weiß Lukas vorher nie. Meist sind aber genügend, noch essbare Lebensmitteln dabei, die danach gemeinsam verkocht werden. Er selbst geht zirka ein Mal die Woche auf Tour. Dafür muss er nur noch ein Mal pro Monat einkaufen gehen.

Rechtliche Grauzone

Nach österreichischen Gesetzt gilt Müll als „herrenlose Sache“. Wastediven wäre demnach kein Delikt. Im Salzburger Abfallwirtschaftsgesetz findet sich allerdings ein Paragraph, der das Durchsuchen und Ausleeren von Müll untersagt und dazu festlegt, dass entsorgter Müll in das Eigentum der Gemeinde übergeht. Die Verantwortlichen der Supermärkte wissen zwar oft Bescheid, dass in ihrem Müll gewühlt wird, sagen aber nichts dagegen solange keine Säcke oder Ähnliches rund um die Tonne liegen bleibt. Selbst Grünen-Chefin Astrid Rössler war schon öfter als Waste Diver unterwegs und ist in der Szene bekannt.

Diashow Salzburger durchstöbern Mülltonnen

Waste Diver Lukas Uitz

Waste Diver Lukas Uitz

Lukas Uitz mit Antenne-Reporter Oliver Klamminger.

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