Salzburg Graz

Eishockey

Salzburger Bullen ringen Graz99ers nieder

Lucas Thaler mit erstem Saisontreffer | Atte Tolvanen mit viertem Shutout

Der EC Red Bull Salzburg gewann das Heimspiel der bet-at-home ICE Hockey League vor knapp 1.800 Zuschauern gegen die Moser Medical Graz99ers mit 2:0 und setzte sich dabei in einer kampfbetonten Partie als das bessere Team durch. Lucas Thaler erzielte in der 22. Minute das 1:0, aber erst Benjamin Nissner machte mit dem Empty-Net-Tor in der Schlussminute den Deckel drauf, während Atte Tolvanen mit starker Performance zum vierten Mal ohne Gegentreffer blieb.


Spielverlauf
Zum ersten Heimspiel der Saison gegen die Moser Medical Graz99ers mussten die Red Bulls wieder acht Ausfälle verkraften (Thomas Raffl, Ty Loney, JP Lamoureux, Peter Hochkofler, Danjo Leonhardt, Mario Huber, Nicolas Wieser und Aljaž Predan). Dafür hat sich Paul Stapelfeldt wieder fit gemeldet, der wie auch Lucas Thaler und Luca Auer gestern mit den Red Bull Hockey Juniors in der AHL in Zell am See gespielt hat. Die Partie gegen Graz brauchte einige Zeit, auf Touren zu kommen. Beide Mannschaften spielten nach vorn, kamen aber nur selten zu guten Abschlüssen, bei denen beide Torhüter, Atte Tolvanen im Salzburger Tor und Niklas Lundström bei den Gästen, zunächst keine Probleme hatten. Die beste Möglichkeit der Red Bulls hatte Florian Baltram (15.), als sein Schuss im Powerplay die Querstange streifte. Zum Drittelende hin wurde das Spiel intensiver, Tore sollten vor der ersten Pause aber keine mehr fallen.

Dann aber legten die Red Bulls vor. Lucas Thaler fuhr mit der Scheibe in den hohen Slot, zog einfach mal ab und traf aus der Distanz mit seinem ersten Saisontreffer zur 1:0-Führung (22.). Danach waren die Gäste am Drücker, hatten Möglichkeiten durch Mario Altmann (27.) aus der distanz und Simon Hjalmarsson (28.), der nach kurzem Solo und von einem Salzburger Verteidiger noch behindert nicht an Tolvanen vorbeikam. Mittlerweile hatte die Partie an Intensivität zugenommen, in den vielen Zweikämpfen wurde sich nichts geschenkt. Florian Baltram hatte den nächsten Treffer auf dem Schläger (33.), konnte den Rebound aber nicht verwerten. Zweimal verpassten die Gäste bei guten Querpässen vors Gehäuse ihre Chancen, und auch Salzburgs Peter Schneider war beim Querpass von Mixa Järvinen nicht vom Glück verfolgt (38.). Die Red Bulls hatten aber deutlich mehr vom Spiel und nahmen die knappe Führung nach 40 Minuten mit in die Kabine.

Im Schlussdrittel ging es weiter hin und her, beide Goalies hatten nun viel zu tun. Zuerst spielte Graz ein starkes Powerplay (40.), dann zog Salzburgs Paul Huber (46.) aus kurzer Distanz knapp übers Tor. Die Red Bulls hielten die Gäste zunächst aus dem eigenen Drittel fern und drängten auf den zweiten Treffer. Aber die Gäste kämpften sich zurück und auch wieder vors Tor von Atte Tolvanen, der nun genauso wie sein Gegenüber im hart umkämpften Spiel viel zu tun. Der 26-jährige Finne blieb dabei auch Sieger gegen Ben Blood (54.), der mit einem Alleingang die große Chance zum Ausgleich der Gäste hatte. Die Red Bulls hatten aber auch ihre Möglichkeiten in einer hektischen Schlussphase und beendeten das am Ende höchst spannende Spiel erst in der 60. Minute mit dem Treffer von Benjamin Nissner ins leere Tor. Die Salzburger freuten sich damit über einen erfolgreichen Arbeitssieg gegen die (ebenfalls ersatzgeschwächten) Graz99ers und machten das Wochenende mit sechs Punkten aus zwei Spielen perfekt.


bet-at-home ICE Hockey League
EC Red Bull Salzburg – Moser Medical Graz99ers 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

Tore:
1:0 | 21:05 | Lucas Thaler
2:0 | 59:04 | Benjamin Nissner

Zuschauer: 1.784


Salzburgs Stürmer Lucas Thaler
„Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben Charakter gezeigt und letztlich haben die zwei Tore zum Sieg gereicht. Schade, dass wir nun vorerst nicht mehr vor unseren Fans spielen können, die Atmosphäre wird uns fehlen.“

 

Quelle: EC Red Bull Salzburg