Salzburger berichtet über Tote und Panik

Fährenunglück in der Adria:

Salzburger berichtet über Tote und Panik

Der Initiator der Griechenlandhilfe ist zwar unverletzt die furchtbaren Bilder wird er aber wohl nie vergessen. Schrümpf hat 46 Stunden auf dem brennenden Schiff auf seine Rettung warten müssen und war einer der letzten Passagiere, die von einem Hubschrauber auf ein Marineschiff geborgen wurde. Er berichtet von Panik und Toten an Bord. "Das Schlimmste am Schiff waren die Toten, die ich gesehen haben. Insgesamt vier Menschen habe ich über Board springen gesehen, einen der vom Rettungsboot ins kalte Meer gestürzt ist und zwei die am Schiff erfroren sind."

Er übt auch heftige Kritik an der Besatzung. Nur ab und zu sei jemand da gewesen, um die Evakuierung zu koordinieren. "Als die Marine dann gekommen ist hat sich die Besatzung noch vorgedrängt, um so schnell wie möglich von Board zu kommen. Man hat als Passagier auch nicht erfahren, ob Hilfe bereits verständigt wurde und wie lange es noch dauert bis man gerettet wird."

Die ausgebrannte Fähre wird heute Mittag den Hafen von Brindisi in Italien erreichen. Dort wollen die Ermittler die Fähre nach möglichen weiteren Toten und Hinweisen zur Brandursache untersuchen. Besonders tragisch, die offizielle Zahl der Toten liegt bei 13, doch es gelten noch deutlich mehr als vermisst und wenn man bedenkt das Erwin Schrümpf alleine sieben Menschen gesehen hat, die von Board gesprungen, erstickt oder ertrunken sind wird das Ausmaß dieser Fährentragödie erst sichtbar.

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