22. März 2017 05:39
Zweite Niederlage in Folge
Salzburg muss um Finaleinzug zittern
Eishockeymeister Red Bull Salzburg musste sich gestern auswärts gegen den KAC mit 1:4 geschlagen geben. Damit ist wieder alles offen.
Salzburg muss um Finaleinzug zittern
© Red Bull Media Picture Database

Titelverteidiger Red Bull Salzburg muss nun um den Einzug ins Eishockey-Finale zittern. Die Kärntner haben durch den Heimsieg in der Serie auf 2:2 ausgeglichen.

Mit einem sehr jungen Kader – mit Bobby Raymond, Raphael Herburger, Daniel Welser, Alexander Pallestrang, Matthias Trattnig und Andreas Kristler, für den die Saison schon vorbei ist, fehlten gleich sechs verletzte Spieler – gingen die Salzburger in Klagenfurt ins vierte Halbfinalspiel. Dafür standen die jungen Red Bull Hockey Juniors Maximilian Egger, Lucas Birnbaum, Daniel Wachter, Lukas Kainz und der 19-jährige Deutsche Maximilian Daubner, der zugleich sein Debüt in der Erste Bank Eishockey Liga gab, im Aufgebot.  

Am Anfang noch konzentriert

Nach dem letzten ‚Krimi‘ vor zwei Tagen in Salzburg begannen beide Mannschaften zunächst sehr konzentriert. Nach ersten guten Schüssen auf beiden Seiten gerieten die Salzburger ab der sechsten Minute zweimal nacheinander in Unterzahl, Goalie Bernhard Starkbaum packte erste starke Saves aus. In der 12. Minute aber ging der KAC in Führung, nachdem die Scheibe bei einem Rebound vom Schläger des Salzburger Torhüters unglücklich von einem Salzburger Verteidiger ins Tor prallte. Danach wechselte das Momentum hin und her und die Red Bulls hatten bei zwei Powerplayspielen erste Chancen auf den Ausgleich. Klagenfurts Torhüter David Madlener war aber auf dem Posten und sicherte den Hausherren die 1:0-Führung zur ersten Pause.  

Nur selten gute Möglichkeiten

Wenige Minuten nach Beginn des zweiten Abschnitts zeichnete sich Bernhard Starkbaum in Unterzahl neuerlich bei etlichen guten Schüssen aus, musste dann aber den platzierten Schuss von Mark Hurtubise aus Halbdistanz passieren lassen. Die Red Bulls probierten alles, um offensiv gefährlich zu werden, kamen aber zunächst nur selten zu guten Möglichkeiten. Erst ab der 30. Minute, nachdem sie ein weiteres brandgefährliches Unterzahlspiel überstanden hatten, wirbelten sie für einige Zeit um das KAC-Tor herum und zwangen den KAC-Torhüter bei einem Powerplay zu einigen Paraden. Im weiteren Verlauf blitzten die Red Bulls immer wieder vorm KAC-Gehäuse auf, etwa John Hughes mi zwei Schüssen aus Nahdistanz, mussten aber auch defensiv viel investieren, denn der KAC hatte noch einige gute Chancen auf dem Schläger, die aber beim sehr guten Bernhard Starkbaum endeten. Nach 40 Minuten führte der KAC mit 2:0. 

Abwechselnd gefährliche Schüsse

Im Schlussdrittel hatten die Salzburger anfangs 1:52min 5:3-Powerplay, konnten die Scheibe gegen dicht stehende Klagenfurter Verteidiger aber nicht versenken. Danach war die Partie wieder offen, beide Teams drückten nach vorn und kamen abwechselnd zu Chancen bzw. gefährlichen Schüssen. Und in der 52. Minute gelang den Red Bulls plötzlich der Anschlusstreffer, Alexander Cijan verwertete direkt vor dem Tor. Doch nur eine Minute später stellte der KAC den alten 2-Tore-Vorsprung wieder her, Manuel Geier nutzte seine Chance auf den dritten Treffer der Hausherren. Nun mussten die Red Bulls alles riskieren. Bernhard Starkbaum verließ früh sein Gehäuse und bereits in der 57. Minute gelang den Klagenfurtern der Empty-Net-Treffer zum 4:1, was zugleich der Endstand war. Insgesamt war der KAC heute von der jungen Salzburger Mannschaft nicht zu bezwingen und die Klagenfurter glichen damit in der Best-of-Seven-Serie auf 2:2 nach Siegen aus.

Weiter geht es am kommenden Freitag, 24. März, wieder in Salzburg. Spielbeginn in der Salzburger Eisarena ist um 19:45 Uhr (live bei ServusTV und Sky Sport).  

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA | HALBFINALE
EC-KAC – EC Red Bull Salzburg  4:1 (1:0, 1:0, 2:1)
Tore: Hurtubise (12., 25./PP), M. Geier (53.), Neal (57./EN) resp. Cijan (52.)

Salzburgs Head Coach Greg Poss fand kritische Worte: “Wir haben zwar viele verletzte Spieler, haben heute aber auch zu wenig in das Spiel investiert. Wir haben nicht die Leistung abgerufen, die es braucht, so ein Spiel zu gewinnen. Der KAC war die bissigere Mannschaft und wenn man nicht bereit ist, hart am Gegner zu arbeiten, wird es schwer.“