Salzburg im Winter, verschneit

Im Österreich-Ranking

Salzburg ist neues Wohlfühl-Bundesland Nummer 1

Wiederaufgenommene Freizeitaktivitäten wirken positiv auf die Stimmung der Salzburger:innen, Konflikte in der Welt sind größtes Sorgenkind

• Dritter BILLA Österreich Report zeigt: Wohlbefinden 2021 etwa auf Niveau des Vorjahres gehalten – 62,9 von 100 Punkten auf der Wohlfühl-Skala (2020: 62,3; 2019: 65,8)
• Salzburg ist neues Wohlfühl-Bundesland Nummer 1 (2020: Platz 3)
• Salzburg-Stadt führt erstmals Landeshauptstadt-Ranking an
• Salzburg-Umgebung steht 2021 im österreichweiten Bezirks-Ranking an erster Stelle, Hallein und Tamsweg belegen den vierten Platz
• Freude an Hobbys steigt, im Freundeskreis, in der Familie und in der Partnerschaft fühlt man sich am wohlsten
• Salzburger:innen sorgen sich am meisten um Konflikte in der Welt sowie um politische Lage in Österreich, individuelle Situation belastet weniger
• Zukunftswünsche: Fokus auf Fitness, das Leben bewusster genießen und gesund sein
• Kochen und bewusster Genuss wirken positiv auf das Wohlbefinden

Wr. Neudorf, 12. Jänner 2022 – Die Pandemie begleitet uns seit nun fast zwei Jahren. Rund 15 % der Salzburger:innen waren bisher selbst und 65 % im engeren Umfeld von einer Corona-Erkrankung betroffen. 24 % waren in Kurzarbeit und 8 % haben ihren Arbeitsplatz verloren. 36 % spüren die wirtschaftlichen Folgen und auch psychisch hat das Virus bei 52 % Spuren hinterlassen. Im Großen und Ganzen haben die Salzburger:innen aber gelernt, mit der Situation umzugehen. Laut dem BILLA Österreich Report, einer im November 2021 durchgeführten Umfrage unter 3.000 Frauen und Männern (rund 190 davon aus Salzburg), geht es den Menschen im Bundesland trotz dieser Umstände gut. Das Wohlbefinden hat sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Dabei wirken wiederaufgenommene Hobbys und Freizeitaktivitäten – die vor allem im Sommer und Frühherbst nahezu uneingeschränkt möglich waren – wieder positiver auf die Stimmung.


Wohlbefinden in Salzburg auf konstantem Niveau, Freizeit gewinnt an Einfluss

Im zweiten Pandemiejahr hat sich das Wohlbefinden der Salzburger:innen auf einem verhältnismäßig konstanten Niveau eingependelt: So liegt der aktuelle Wohlfühl-Index bei 62,9 von 100 Punkten im Vergleich zu 62,3 Punkten in 2020 sowie 65,8 Punkten in 2019 und befindet sich damit erneut über dem Österreich-Schnitt (2021: 61; 2020: 60,7; 2019: 64,4). Ermittelt wird dieser Wert anhand eines statistischen Modells unter Einbeziehung der Einflussstärken aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Insgesamt fühlen sich die Salzburger:innen in vielen Bereichen ihres Lebens wieder wohler. Das größte Plus verzeichnet die Freizeit (+7 Punkte). Doch auch aus Freundschaften (+3 Punkte), körperlicher Fitness und Gesundheit (+ 3 Punkte) sowie Ernährung (+2 Punkte) wird mehr Kraft geschöpft. Der Freundeskreis (68 Punkte), die Familie (67 Punkte) und die Partnerschaft (66 Punkte) sind auch jene Lebensbereiche, in denen sich die Salzburger:innen trotz Corona am wohlsten fühlen. Anders geht es ihnen in ihrem Job (60 Punkte) und – trotz des Zugewinns von drei Punkten – hinsichtlich körperlicher Fitness und Gesundheit (57 Punkte), wo das geringste Wohlbefinden zu verzeichnen ist.


Salzburg klettert von Platz 3 auf Platz 1 und ist Österreichs neue Wohlfühloase

Die Tatsache, dass sich die Salzburger:innen in vielen Bereichen ihres Lebens wieder etwas wohler fühlen, macht sich auch im Bundesländer-Ranking bemerkbar: So konnte Salzburg zwei Ränge dazugewinnen und holt sich 2021 die Goldmedaille (2020: Platz 3). Knapp danach folgt Kärnten (2020: Platz 4). Die Steiermark (2020: Platz 2) und Tirol (2020: Platz 5) teilen sich den dritten Rang, dahinter liegen Oberösterreich (2020: Platz 7) und Niederösterreich (2020: Platz 6). Vorjahressieger Vorarlberg rutscht auf Rang 7 ab und bildet gemeinsam mit dem Burgenland (2020: Platz 9) und Wien (2020: Platz 8) das Schlusslicht.
Auch das Landeshauptstädte-Ranking kann Salzburg für sich entscheiden: Mit einem Plus von 0,7 Indexpunkten verzeichnet Salzburg-Stadt einen kleinen Zugewinn und landet auf dem ersten Platz (2020: Platz 4). Auf dem zweiten Stockerlplatz folgt unmittelbar dahinter Klagenfurt (2020: Platz 3). Bronze geht an Vorjahressieger Bregenz.

Ranking der Bezirke: Salzburg-Umgebung ist neuer Wohlfühl-Bezirk Österreichs

Die Salzburger Bezirke reihen sich in einem sehr engen Feld aneinander: Salzburg-Umgebung kann im Vorjahresvergleich drei Plätze gutmachen und geht mit 63,7 Punkten auf der Wohlfühl-Skala als Sieger hervor. Knapp dahinter folgen Hallein und Tamsweg (jeweils 63,4). Vorjahressieger St. Johann im Pongau landet mit 62,8 Punkten auf dem vierten Rang vor Zell am See (62,8). Das Schlusslicht bildet – wie auch im Vorjahr – Salzburg-Stadt mit 61,8 Punkten, obwohl die Mozartstadt im österreichischen Landeshauptstädte-Ranking Platz 1 einnimmt. Insgesamt hat sich das Wohlbefinden in fast allen Bezirken in Salzburg im Vergleich zum Vorjahr verbessert – am meisten in Salzburg-Umgebung (+0,9 Punkte). Der Wohlfühl-Überflieger kann im österreichweiten Bezirks-Ranking die meisten Plätze – nämlich 15 – aufholen und ist damit Österreichs Wohlfühl-Bezirk Nummer 1. Auch Hallein und Tamsweg schneiden im Österreich-Vergleich sehr gut ab und teilen sich den vierten Platz.

Gemeinwohl vor individuellen Sorgen: Konflikte in der Welt und die politische Situation in Österreich beunruhigen am häufigsten

Mehr als jede:r zweite Salzburger:in (52 %; Österreich: 48 %) sorgt sich am meisten um Konflikte in der Welt. Doch auch die Debatten rund um Chat-Enthüllungen, Kanzler-Rücktritte, Lockdowns und Impfpflicht gehen nicht spurlos an den Salzburger:innen vorüber: 50 % sind beunruhigt um die politische Lage im Land (Österreich: 53 %), was einem Zuwachs von zehn Prozentpunkten im Vergleich zu 2020 entspricht. Die Lage von Klima und Umwelt bereitet in Salzburg tendenziell mehr Personen Sorgen als im restlichen Land (50 %; Österreich: 40 %). Während die heimische Wirtschaft 2020 noch das größte Sorgenkind war, liegt diese nach einem Rückgang von 16 Prozentpunkten nun auf Platz 4, verzeichnet in Salzburg mit 46 % österreichweit aber den höchsten Wert (Österreich: 38 %). Hatten die Salzburger:innen 2021 noch mehr Bedenken um die Gesundheit ihrer Mitmenschen (40 %) so sind diese ein Jahr später etwas weniger präsent (32 %). Dafür steigt die Sorge um die eigene Gesundheit im Jahresvergleich um vier Prozentpunkte an (31 %; 2020: 27 %). Familie (16 %) und Freundschaften (9 %), die eigene Mobilität (9 %) sowie Ausbildung (7 %) und mögliche Unfälle (7 %) besorgen die Befragten vergleichsweise weniger. Die Ergebnisse zeigen somit, dass das Gemeinwohl die Salzburger:innen stärker bekümmert als ihre individuellen Befindlichkeiten.

Zukunftswünsche: Fokus auf Fitness, das Leben bewusster genießen und gesund sein

Am wenigsten zufrieden sind die Salzburger:innen mit ihrer körperlichen Fitness und Gesundheit (57 Punkte). Mehr als sechs von zehn (67 %) möchten daran in Zukunft etwas ändern und diesem Lebensbereich mehr Zeit widmen. Auch ihre Freizeit (64 %) planen sie künftig noch stärker auszukosten, um Hobbys und Unternehmungen nachzugehen. 63 % möchten mehr Zeit in ihre Partnerschaft investieren und liegen damit am weitesten über dem Österreich-Schnitt von 57 %.
Kaum verändert haben sich die Lebensträume und -ziele der Salzburger:innen: Das Leben bewusster zu genießen, steht bei mehr als der Hälfte (57 %) nach wie vor an erster Stelle (2020: 59 %; 2019: 56 %). Sich öfter zwischendurch eine Auszeit zu nehmen, davon träumen 49 % der Salzburger:innen (2020: 39 %; 2019: 41 %) und liegen damit deutlich über dem Österreich-Schnitt von 38 %. Dahinter folgt mit 48 % der Wunsch Gewicht zu verlieren (2020: 46 %; 2019: 40 %). Im bundesweiten Vergleich legt man in Salzburg weniger Wert auf das Sparen von Geld (19 %; Österreich: 31 %) dafür mehr auf die Work-Life-Balance (35 %; Österreich: 27 %).
Wenn die Salzburger:innen einen Wunsch frei hätten, so wäre das für den Großteil gesund zu sein (16 %). Direkt danach folgen die Rückkehr zur Normalität und der Sieg über die Corona-Pandemie sowie eine Änderung der Wohnsituation (jeweils 15 %).
Für das Jahr 2022 gehen knapp fünf von zehn (46 %) Salzburger:innen davon aus, dass sich ihr persönliches Wohlbefinden positiv entwickeln wird und sind damit österreichweit am optimistischsten (Österreich: 40 %).


Kochen und bewusster Konsum wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus

Gutes Essen schmeckt nicht nur, sondern hebt auch die Stimmung und sorgt für Glücksgefühle – umso mehr, wenn es mit Liebe zubereitet wurde. So hat der Genuss von selbst gekochtem Essen für drei Viertel (74 %) der Salzburger:innen einen starken Einfluss auf das Wohlbefinden. Und dass es sich mit gutem Gewissen einfach besser genießen lässt, zeigt der Umstand, dass sich für mehr als die Hälfte der Befragten auch der Kauf von regionalen (62 %) sowie Tierwohl-Produkten (64 %) auf das Wohlbefinden auswirkt.
Insgesamt kochen 65 % der Salzburger:innen gerne und befinden sich damit österreichweit im Spitzenfeld der leidenschaftlichen Köch:innen (Österreich: 60 %). Dabei schätzt mehr als die Hälfte der Befragten ihre Kochkünste als (sehr) gut ein (57 %). Mit Kochen werden vor allem Werte wie Genuss (83 %), Lebensqualität (79 %), Gesundheit (74 %) aber auch Familie und Wohlbefinden (jeweils 71 %) verbunden. Die Speisenzubereitung ist in Österreich weiterhin eine stark weibliche Domäne, so sind auch in Salzburg dafür 45% der Frauen (Männer: 17 %) hauptsächlich verantwortlich. Beim Kochen oder schon beim Einkauf der Zutaten achten die Salzburger:innen besonders auf Frische (76 %), Saisonalität und Regionalität (jeweils 71 %). Tierwohl liegt den Befragten in Salzburg ganz besonders am Herzen (71 %; Österreich: 65 %) und eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung (70 %) spielt ebenso eine wichtige Rolle. Bio-Lebensmittel sind für 59 % wesentlich (Österreich: 54 %). Beim Thema Regionalität achten 91 % der Salzburger:innen vor allem bei Frischeprodukten wie Obst, Gemüse und Fleisch auf die Herkunft und liegen damit deutlich über dem Österreich-Schnitt von 79 %. Auch, dass Fleisch zu 100 % aus Österreich stammt, ist den Befragten in Salzburg sehr wichtig (83 %; Österreich: 76 %).
Wirft man einen Blick in die Kochtöpfe der Salzburger:innen, so zeigt sich, dass heimische, traditionelle Küche der klare Favorit ist (81 %), gefolgt von italienischer (65 %) und mediterraner Küche (60 %). Beim Großteil der Befragten (68 %) werden sowohl Fleisch, Fisch als auch vegetarische Gerichte zubereitet, bei 14 % hauptsächlich Fleischgerichte und bei 17 % überwiegend vegetarische oder vegane Speisen. Im Schnitt kommt bei Herrn und Frau Österreicher an drei von sieben Tagen ein gekochtes Fleischgericht auf den Tisch – das trifft auch auf Salzburg zu.

Quelle: Rewe Group