Rücktritt nach Copa-Aus?

Lionel Messi

Rücktritt nach Copa-Aus?

Nach dem neuerlichen Aus im Rennen um seinen ersten Titel mit Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft hat Lionel Messi Rücktrittsgerüchte weggewischt. Er werde der Mannschaft weiterhin helfen, betonte der Barcelona-Star nach dem 0:2 im Copa-Halbfinale gegen Brasilien. "Am Horizont zeichnet sich etwas Neues ab", sagte Messi mit Blick auf die neu formierte "Albiceleste".

Die verjüngte Mannschaft habe bei der Copa zu gefallen gewusst, hielt der 32-Jährige fest. "Ich hoffe, dass wir mit Respekt behandelt und nicht kritisiert werden. Sie sollen diese Mannschaft wachsen lassen", forderte Messi von der Öffentlichkeit Geduld ein. "Ich komme mit diesem Team sehr gut aus, und wenn ich irgendwie helfen kann, werde ich das tun. Wenn ich weiter Teil davon bin, werde ich das machen", erklärte der fünffache Weltfußballer.

War Messi nach der Niederlage im Copa-Finale 2016 aus der Nationalelf zurückgetreten und erst vor der WM 2018 zurückgekehrt, ließ der Starstürmer durchblicken, dass er Teamchef Lionel Scaloni nun weiter zur Verfügung stehe. Dass Südamerikas Kontinentalturnier 2020 in Argentinien und Kolumbien stattfindet, dürfte dabei ein Faktor sein. Bei der WM 2022 in Katar wäre Messi bereits 35 Jahre alt.

"Wenn ich irgendwie helfen kann, werde ich das tun"

Gegen Brasilien zeigte er die beste Leistung im Turnierverlauf. Das neuerliche Scheitern wird dennoch an ihm nagen. 29 Titel hat Messi mit Barcelona gewonnen, mit Argentinien steht weiter nur der Olympiasieg 2008 zu Buche. In neun Turnierantritten mit dem zweifachen Weltmeister hat er zwar viermal das Finale erreicht, aber niemals eines gewonnen. In Argentinien wird wieder Kritik aufkommen, dass Messi eine durchschnittliche argentinische Mannschaft anders als Diego Maradona nicht auf ein höheres Level heben könne.

Brasilien agierte in Belo Horizonte effektiver als der Erzrivale. Ärger kam bei den Argentiniern vor allem ob der Entstehung des zweiten Gegentreffers auf. Unmittelbar davor fiel Sergio Aguero im Strafraum über das ausgestreckte Bein von Dani Alves, der bei der Copa oft genutzte Video-Assistent wurde jedoch nicht konsultiert. "Die Schiedsrichter haben so viele dumme Fouls gegeben, aber heute wurde der Videoreferee nicht einmal genutzt", monierte Messi. Er beklagte auch einen Mangel an Respekt vonseiten des Unparteiischen.

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