Einkaufszentrum Essen

Handelsöffnung

Reger Andrang am Zwickeltag in Salzburg

Viel Betrieb in Möbelhäusern und Baumärkten.

Die Wiedereröffnung des Handels hat am Montag auch in Salzburg zahlreiche Menschen in die Shoppingzentren und Einkaufsstraßen gezogen. Von der Frequenz eines Einkaufssamstags oder 8. Dezembers war man zumindest bis in die Mittagsstunden aber doch ein Stück weit entfernt, wie ein APA-Lokalaugenschein zeigte. Erwartungsgemäß sehr stark war der Andrang heute bei Einrichtungshäusern und Baumärkten. Der große Ansturm wird freilich erst morgen am Marienfeiertag erwartet.

Bei Ikea in der Stadt Salzburg waren am Vormittag lediglich vier der rund 18 Kassen nicht besetzt, vor dem Lift in die Tiefgarage bildeten sich lange Schlangen. Für Distanz unter den Kunden sorgten dabei vor allem die mehr oder weniger umfangreich beladenen Einkaufswagen. Ganz wohl schien sich angesichts der vielen Menschen trotzdem nicht jeder Besucher zu fühlen. "Natürlich ist viel los", sagte eine Frau, die gerade einen Schreibtisch für ihre Tochter gekauft hat. "Ich hätte damit auch noch ein paar Tage warten können. Aber ich hab heute am Zwickeltag frei. Es garantiert mir ja auch niemand, dass weniger los ist, wenn ich morgen oder später die Woche komme."

Im nahen Einkaufszentrum Europark scheinen viele das Ende des "harten" Lockdowns herbeigesehen zu haben. Manche nutzten den Tag nur zum Schauen, andere kamen mit konkreter Kaufabsicht. "Ich brauche dringend Winterschuhe", erklärte ein Besucher. Eine Bestellung im Internet sei ihm dabei aber zu riskant erschienen. "Dann passen die Schuhe nicht und ich muss sie wieder zurückschicken. Das war mir zu mühsam." Auch vor der Tür eines Handyshops hat sich eine Schlange gebildet - im Inneren war die maximale Kundenzahl längst erreicht. Und bei H&M zählte eine Mitarbeiterin, wie viele Kunden bereits hinein- und wieder hinausgegangen sind, um einen Überblick über die Zahl der Menschen im Laden zu haben.

Wie der Europark selbst mitteilte, waren am ersten Öffnungstag Lebensmittelhändler, Bücher und Dekorationen besonders gefragt. Auch die Elektrofachmärkte, Parfümerie- und Spielwarengeschäfte vermelden eine erfreuliche Entwicklung. Die Frequenzen lagen am frühen Nachmittag meist weit unter den maximal zulässigen Werten. Zugleich habe man die Zahl der Sicherheitskräfte verstärkt, die auf die penible Einhaltung der Abstandsregelungen achten.

In der Linzergasse - neben der Getreidegasse die zweite zentrale Einkaufsstraße in der Landeshauptstadt - herrschte am späten Vormittag reger Betrieb. "Die Frequenz ist voll okay", erklärte Nicolaus Lachmayer, Geschäftsführer des Musikladens. Zwar lässt der relativ schmale Laden nur wenige Kunden auf einmal zu, "wir haben heute aber genug zu tun. Auch das Telefon klingelt in einer Tour, dazu trudeln Bestellungen per E-Mail ein." Auch zwei Buchhandlungen berichteten der APA am Montag über reges Interesse. Schaumgebremst war die Stimmung hingegen bei Geschäftsleuten, die einen Gutteil ihres Umsatzes mit Touristen machen. "Die Vorweihnachtszeit ist ja nur eine Sache. Ich weiß jetzt schon, dass ich auch im Jänner und Februar ohne Touristen wohl kaum Umsatz machen werde", erklärte der Inhaber eines Schmuck- und Souveniergeschäfts.

Quelle: APA