Red Bulls verlieren Penalty-Krimi

EC Red Bull Salzburg – HCB Südtirol Alperia 1:2

Red Bulls verlieren Penalty-Krimi

Ohne die Rekonvaleszenten Brendan Mikkelson, Alexander Rauchenwald, Lukas Schreier und Julian Klöckl empfingen die Red Bulls die Gäste aus Bozen und hatten in der zweiten Minute Glück, dass Sebastien Sylvestre bei seinem Vorstoß vors Salzburger Tor nicht an Goalie Lukas Herzog vorbeikam. Die Red Bulls brauchten eine Weile, richtig ins Spiel zu finden, erhöhten dann aber merklich den Druck. Chad Kolarik und Alexander Pallestrang (6.) kamen aber an Bozens Schlussmann Leland Irving aus dem Slot noch nicht vorbei. In der 13. Minute nutzten dann erstmal die Gäste ihr zweites Powerplay und legten damit vor, Domenico Alberga fälschte den Blue-liner von Brett Flemming unhaltbar ab. Die Hausherren setzten sofort nach und glichen in der 16. Minute aus, John Hughes lupfte den Rebound nach einem Brent Regner-Schuss in die Maschen. Nach 20 relativ ausgeglichenen Minuten ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.  

Im zweiten Durchgang machten die Red Bulls anfangs mächtig Druck und standen einige Male kurz vor dem zweiten Treffer. Wie beim Schuss von Raphael Herburger aus dem Slot (24.) und Derek Joslin mit einem Hammer aus der Distanz (26.). Die Gäste warteten auf die Konter und bekamen sie auch. Angelo Miceli fuhr in der 27. Minute allein auf Lukas Herzog zu, Sebastien Sylvestre traf in der 35. Minute bei einem 2 auf 1-Angriff die Stange. Immer wieder sorgten die Red Bulls für Verkehr vor dem Tor von Leland Irving, der aber auch in der 37. Minute bei dem One-timer von Salzburgs Florian Baltram aus dem Slot nach starkem Rückpass von Chad Kolarik Sieger blieb. Die Red Bulls hatten etwas mehr Spielanteile, während Bozen über die Konter extrem gefährlich blieb. Nach dem torlosen, aber dennoch höchst spannenden zweiten Abschnitt blieb es somit beim 1:1 nach 40 Minuten. 

Im hart umkämpften und hektischen Schlussabschnitt hatte Raphael Herburger in der 45. Minute die Führung auf dem Schläger, konnte nach langem Solo durch das Angriffsdrittel aber nicht einnetzen. Danach ging es lange Zeit hin und her ohne echte Chancen, beide Teams kämpften buchstäblich um jeden Zentimeter Eis. Ab der 50. Minute verlagerten die Red Bulls die Partie dann mehr ins Angriffsdrittel und kreierten etliche Rebounds, nach denen es regelmäßig brenzlig vor dem Bozener Tor wurde. Erst gegen Ende der regulären Spielzeit öffneten die Bozener das Spiel wieder, und so ging es nach einem torlosen dritten Abschnitt mit deutlich mehr Chancen für die Salzburger in die Verlängerung, in der die Red Bulls bei einem 4:3-Powerplay das Spiel hätten entscheiden können. Doch letztlich ging es ins Penaltyschießen und da hatten die Gäste mit dem insgesamt 18. Penalty – vorher hatten beide Teams nur einmal getroffen – das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Die Red Bulls unterlagen somit zuhause gegen HCB Südtirol Alperia mit 1:2 nach Penaltyschießen, nehmen aber einen wichtigen Punkt für die Tabelle mit, die weiterhin von ihnen angeführt wird. 

Salzburgs Head Coach Matt McIlvane sagte mit gemischten Gefühlen: “Heute sind sich zwei Teams mit starken Torhütern und sehr guter Defense gegenübergestanden. Insgesamt haben wir gut gespielt, haben aber auch zu viele Konter zugelassen. Im Schlussdrittel haben wir dann nur ein oder zwei Schüsse aufs Tor bekommen und für viel Verkehr gesorgt. Aber auch solche Spiele kann man verlieren, das ist eine wichtige Erfahrung für uns.“    

Erste Bank Eishockey Liga

EC Red Bull Salzburg – HCB Südtirol Alperia  1:2 (1:1, 0:0, 0:0) SO
Tore: Hughes (16.) resp. Alberga (13./PP, 65./PS)

Zuschauer: 2.236

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