Rauchnächte und Wintersonnwendfeier

Thomastag

Rauchnächte und Wintersonnwendfeier

Mit dem Thomastag bzw. der Wintersonnenwende fangen die Rauchnächte rund um den Jahreswechsel an.

Die Räuchnächte

Die Rauhnächte oder auch Räuchnächte genannt, sind einige Nächte um den Jahreswechsel herum. Je nach Region kann sich allerdings die Anzahl der Rauchnächte unterscheiden – genannt werden dann zwischen drei und zwölf Nächte.

Die vier wichtigsten Rauchnächte sind:

-         Die Thomasnacht bzw. die Wintersonnenwende von 21. auf 22. Dezember -

-         Der Heilige Abend von 24. auf 25. Dezember

-         Silvester von 31. Dezember auf 1. Jänner

-         Die Erscheinung des Herren von 5. auf den 6. Jänner

Bei diesen Rauchnächten wird zwischen den „dürren“ oder „mageren“ und den „fetten“ Rauchnächten unterschieden. Als Magere wird die Milchsuppenrauchnacht am 21. Dezember und die Kletzenbrotbrotrauchnacht am 24. Dezember bezeichnet. Die Bratlrauchnacht an Silvester und die Krapfenrauchnacht vor Dreikönig gelten als die „fetten“ Rauchnächte.

 

„Raunacht san vier,

zwoa foast und zwoa dürr!“

 

Die Bezeichnung der „dürren“ und „fetten“ Rauchnächte geht auf das Essverhalten der Bevölkerung zurück. In der Vorweihnachtszeit und am Heiligen Abend werden oft fleischfreie Fastenspeisen gegessen, Fleischprodukte dann erst nach der Mitternachtsmette und ab dem Christtag.

Brauch des Räuchern

Das Räuchern war ursprünglich Aufgabe der Mönche und ging dann in der vormodernen Zeit auf die Hausväter über. Mit einem „Rauchpfanndl“ oder mit einem anderen feuerfesten Gefäß, in welches Weihrauch oder früher auch Kräuter und Zweige des Palmbusches kamen, werden alle Räume des Hauses besucht und beräuchert. Dieses Ritual der Kirche diente der Reinigung und Segnung des Hauses, für die Bevölkerung war es auch ein Schutz gegen alles Böse.

Maria Theresia verbot das Räuchern im Jahr 1777 für das Erbland der Habsburger, Joseph II auch für Tirol. Der Erzbischof von Salzburg empfahl 1985 eine Art Hausandacht um Brände zu vermeiden.

Wintersonnenwende

Der Thomastag ist aber nicht nur eine wichtige Rauchnacht, an diesem Tag findet auch die Wintersonnenwende statt. Auf der Nordhalbkugel erreicht die Sonne die geringste Mittagshöhe über dem Horizont. Das bedeutet, dass der 21. Dezember den kürzesten Tag während des Jahres bildet und somit auch die längste Nacht.  Dieser Tag bildet auch den astronomischen Beginn des Winters. Nahe an den Polarkreisen gibt es zur Wintersonnenwende einen Tag ohne Sonnenaufgang.

Da ab dem 21. Dezember die Tage wieder länger werden, ist die Wintersonnenwende in vielen Kulturen ein wichtiges Fest. Viele Gemeinden entzünden anlässlich der Sonnenwende auch ein eigenes Sonnwendfeuer an.

Veranstaltungen zum Thomastag

KRÄUTERleben Advent mit Rauch & Brauch

Schon bei der Sommersonnwendfeier wurde beim Thurerhof Räucherstäbchen selber gebunden. Diese werden nun beim KRÄUTERleben Advent in Elixhausen angezündet. Auch wird Monika Rosenstatter – eine Kräuterhexe von Wiesenberg – das Räuchern ein wenig vorstellen.

Mystische Fackelwanderung in Fusch

 In Fusch gibt es eine mystische Fackelwanderung am 21. Dezember. Eine große Lichterkerze oberhalb eines Bauernhofes dient den Wanderern als Orientierungshilfe und soll sie in die richtige Richtung lotsen. Ziel der Reise ist eine große Feuerstelle beim Bauernhof. Dort werden dann Perchten und Tresterer auftreten. Beginn der Wanderung ist um 20 Uhr.

Wintersonnenwende Unken

Die Wintersonnenwende wird auch in Unken gefeiert. Dort bietet das Gasthaus Unken Gamssuppe und Musik ab 19 Uhr.

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