09. Februar 2018 10:50
Opernball 2018
Prominenz beim Opernball vertreten
In Wien fand gestern wieder der Opernball statt. Neben zahlreichen Promis waren auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz vor Ort.
Prominenz beim Opernball vertreten
© oe24

5.150 elitäre Gäste tanzten durch die Nacht. Mangels vieler Superstars – außer Melanie Griffith und Lily James feierte sich eher die heimische Society – waren alle Augen auf einen gerichtet: Bundeskanzler Sebastian Kurz, der mit Freundin Susanne Thier sein Ball-Debüt gab. „Ich bin ein ganz schlechter ­Tänzer“, meinte er schmunzelnd zu Beginn. Auch auf Champagner wollte Kurz in seiner Loge verzichten.

 

Ungewöhnlicher Protest

Nachdem ­Alexander Van der Bellen über den Red Carpet schritt, kam es zum Nackt-Eklat vor der Oper. Eine Aktivistin riss sich die Bluse vom Leib, auf ihren Brüsten stand ­„Poroschenko get the fuck out“ – der ukrainische Präsident ist der Ehrengast von Präsident Van der Bellen und sorgte schon seit Bekanntwerden seines Besuches für Wirbel.

Von diesen Vorfällen bekam der Kanzler nichts mit und feierte in seiner Loge mit Wüstenblume Waris Dirie und dem irischen Ministerpräsidenten Leo Varadkar sowie dessen Lebenspartner. Während sein Koalitionspartner bis auf Außenministerin Karin Kneissl komplett dem Ball fernblieb, zeigte die türkische Ministerriege um ­Elisabeth Köstinger (mit Babybauch), Hartwig Löger und Gernot Blümel Flagge und feierte wie Kurz ihr Debüt.

 

Heimische Stars am Ball

Die heimischen VIPs waren auch top vertreten durch Sänger DJ Ötzi, Vorstadtweib Nina Proll, Harald Serafin, Life-Ball-Organisator Gery Keszler und Kristall-Chefin Nadja Swarovski. Alle wollten die glanzvolle Eröffnung genießen.

 

Prunkvolle Eröffnung

Die Opernball-Eröffnung hat mit Fanfaren-Klängen von Karl Rosner begonnen. Auf sie folgten die österreichische Bundeshymne sowie die Europa-Hymne. Dabei gab es kurzfristig eine kleine Änderung. Statt der an Grippe erkrankten Daniela Fally war die moldawische Sopranistin Valentina Nafornita eingesprungen, die bereits bei der Eröffnung 2013 aufgetreten ist. Sie sang "O mio babbino caro" aus Puccinis "Gianni Schicchi" sowie gemeinsam mit Pavol Breslik "Lippen schweigen" aus Lehars "Die lustige Witwe".

Das Staatsopernballett, das zuletzt aufgrund von Verletzungen und Babykarenzen stark ausgedünnt war, kehrte am Ball mit voller Stärke zurück. Mit den Solotänzern Olga Esina, Maria Yakovleva, Robert Gabdullin und Roman Lazik an der Spitze tanzte es die vom Solotänzer Eno Peci eigens für den Ball kreierten Choreografien zu Josef Strauß' "Mein Lebenslauf ist Lieb'" und der Polka "Lust, Walzer und Feuerfest".

Danach zogen die 144 Debütantenpaare in den Ballsaal ein - darunter wieder das offiziell schönste Paar Österreichs, Miss Austria Celine Schrenk und Mister Austria Alberto Nodale. Besonders war an dieser Eröffnung auch, dass ein Paar mit Downsyndrom zu sehen war. Sie bestanden aus dem Wilhelmsburger Felix Röper und seiner Partnerin Swatina Wutha. Die Gestaltung der Eröffnungs-Choreografie - "Stürmisch in Lieb und Tanz", eine Polka von Johann Strauß - lag erneut bei Routinier Roman Svabek, der auch wieder die beliebten Publikumsquadrillen leitet. "Dieses Jahr war es wirklich extrem auf Linien aufgebaut, eine Altwiener Choreografie mit vielen schwarz-weiß Effekten", erklärte der Tanzprofi. Beendet wurde die Choreographie mit einer Einlage der Jungherren: Nachdem sie vergangenes Jahr ihren Partnerinnen eine versilberte Rose übergeben hatten, wurden die Damen heuer gleich mit einem Blütenblätterregen bedacht. Dafür wurden in die Stecktücher der Jungherren Blätter eingearbeitet, die sie dann am Ende ihres Auftrittes in die Luft warfen. Mit den Worten "Alles Walzer" war der Ball eröffnet.