Spritpreis-Schock zu Weihnachten

Preis-Rekord

Spritpreis-Schock zu Weihnachten

Wer auf sein Auto angewiesen ist, muss jetzt tief in die Tasche greifen: Am Dienstag gab es an den heimischen Tankstellen einen Jahresrekord bei den Spritpreisen. So kostete gestern der Liter Diesel laut Autofahrerklub ÖAMTC im Schnitt 1,187 Euro, der Liter Super 1,257 Euro. An manchen Autobahntankstellen kostete der Liter Diesel sogar 1,329 Euro, Super 1,438 Euro. Zum Vergleich: Zum Jahresbeginn zahlte man pro Liter Diesel noch 0,985 Euro, pro Liter Super 1,078 Euro.

Für eine Tankfüllung von 60 Litern muss man jetzt also bei Diesel bereits um 12,12 Euro mehr hinblättern als noch im Jänner, bei Eurosuper beträgt die Differenz 10,74 Euro.

"Wir befinden uns leider seit Tagen auf Rekordniveau", bestätigt ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz. Und es ist keine Entspannung in Sicht: "International zeigen jetzt alle Zeichen nach oben."

Schuld daran sind laut Ninz drei Komponenten:

  • Hohe Preise
    Der internationale Rohölpreis liegt bei rund 90 Dollar. Das ist der höchste Wert seit 2 Jahren.
  • Schwacher Euro
    Der Euro liegt aktuell bei 1,32 Dollar. Da die Produktpreise für Diesel und Super in Dollar notieren und wir in Euro kaufen, wirkt sich das auf den Spritpreis aus. Ein schwacher Euro ist für die Importe von Rohöl und Diesel schlecht.
  • Wintereinbruch
    Die Preise sind auch saisonal erklärbar: Der frühe Wintereinbruch in Europa und die extreme Kälte führen zu einer steigenden Nachfrage bei den Konsumenten.

Weihnachtszuschlag
Diese Komponenten rechtfertigen aber lange nicht die Rekordpreise für Sprit, meint ÖAMTC-Sprecherin Elisabeth Brandau. "Ich glaube, das ist der Vorgeschmack auf den Reiseverkehr."

Denn für nächste Woche, wenn der weihnachtliche Reiseverkehr einsetzt, erwartet Brandau einen weiteren Spritpreisanstieg um bis zu vier Cent pro Liter für Diesel und Benzin.

Ab 1. Jänner kommt dann der nächste Sprit-Schock: Die Anhebung der Mineralölsteuer lässt Diesel-Preise um 6 Cent pro Liter steigen, Eurosuper um 4,8 Cent. Jeden Autofahrer kostet das im Schnitt rund 100 Euro mehr pro Jahr.

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