Pongau überschreitet die 500er Marke

Höchststand bei 7-Tages-Inzidenz seit Mitte Jänner

Pongau überschreitet die 500er Marke

Pongau überschreitet die 500er-Marke / Anstieg vor allem bei Jüngeren / Daten und Fakten aus den Bezirken.

254 Neuinfektionen führen im Bundesland Salzburg zu einem weiteren Anstieg der 7-Tages-Inzidenz auf 225,6 (Stand: 4. März, 8.30 Uhr) und damit dem höchsten Stand seit Mitte Jänner. Am stärksten steigen die Zahlen im Pongau, hier liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 502,4. „Die Reproduktionszahl steigt auf 1,2 und auch alle anderen Indikatoren deuten im Moment auf einen weiteren Anstieg der Fallzahlen hin“, fasst Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik zusammen.

Hier die Eckdaten zum Tag: Seit 29. Februar 2020 wurden in Salzburg 37.862 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet (Stand 4.3.2021, 11 Uhr). Derzeit sind 1.726 Personen aktiv infiziert, davon 511 im Pongau, 174 im Tennengau, 47 im Lungau, 353 in der Stadt Salzburg, 456 im Flachgau und 185 im Pinzgau. 74 Covid-Patienten werden im Spital behandelt, davon 14 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 beträgt 498. Die Bezirksaufteilung: Pongau 103, Tennengau 55, Lungau 36, Stadt Salzburg 127, Flachgau 88, Pinzgau 89.

Steigende Werte in allen Bezirken

Die stärkste Dynamik im Infektionsgeschehen ist im Pongau zu beobachten, wo seit rund zwei Wochen nach Ende des dritten Lockdowns ein exponentieller Anstieg erkennbar ist und die 7-Tages-Inzidenz auf über 500 steigt. Mit Ausnahme des Tennengaus (206,6) liegen alle übrigen Bezirke bei der 7-Tages-Inzidenz unter 190, die Stadt Salzburg hat mit 160,9 den geringsten Wert. Aber auch in allen anderen Bezirken liegt die Reproduktionszahl mittlerweile deutlich über 1, im Flachgau und Pinzgau ziehen die Zahlen stark an. „Dies wird aus heutiger Sicht zu weiteren Anstiegen der Fallzahlen in allen Bezirken führen“, so Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik.

Radstadt und Bad Hofgastein

Besonders hoch sind die Corona-Zahlen in den Pongauer Gemeinden Radstadt und Bad Hofgastein, für die ab Freitag, 5. März, 0 Uhr, Ausfahrtsbeschränkungen gelten und die Corona-Maßnahmen streng überprüft werden. Ab 1. Jänner lag die 7-Tages-Inzidenz in diesen beiden Gemeinden zunächst meist unter dem Bezirksschnitt, in Bad Hofgastein lag das Niveau sogar deutlich unter dem Landesschnitt. Das änderte sich im Februar massiv. „Besonders stark war der Anstieg in Bad Hofgastein und Radstadt, wo die 7-Tages-Inzidenzen auf 1.174 beziehungsweise 983 angestiegen sind. Sie sind heute damit etwa fünf Mal so hoch wie der Landeswert und doppelt so hoch wie der Bezirksschnitt“, so der Landesstatistiker.

Jüngere stärker betroffen als Alte

Die 7-Tages-Inzidenz bei den 15 bis 24-Jährigen liegt bei 330, bei den über 85-Jährigen liegt der Wert knapp über 100. Nur bei den unter 6-Jährigen ist die Inzidenz noch geringer. „Hier zeigen sich zwei Trends: Der Anteil der Jüngeren bei den Neuinfektionen steigt und bei der besonders gefährdeten Gruppe der Hochbetagten wirkt die Impfung“, stellt Filipp fest.

Ländervergleich der 7-Tage-Inzidenz

Im Bundesländervergleich liegt Salzburg bei der 7-Tages-Inzidenz also die durchschnittlichen Neuinfektionen pro Woche gerechnet auf 100.000 Einwohner, mit 225,6 an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich (207,3) und dem Burgenland (193,6).  Auf den weiteren Rängen liegen Kärnten (188,8) und Wien mit 184. Deutlich niedrigere Werte haben die Steiermark mit 152,4, Oberösterreich mit 132,3, Tirol mit 107,3 und Vorarlberg mit 73,8. Der Österreichschnitt beträgt 165,8.