12. November 2014 14:04
Sonde auf Komet gelandet
„Philae“ - Gleich dreimalige Landung?
Trotz Jubel im Kontrollzentrum der europäischen Weltraumorganisation ESA, ist die Landung der Forschungssonde Philae am Kometen Tschuri doch nicht so planmäßig verlaufen wie gedacht.
„Philae“ - Gleich dreimalige Landung?
© oe24

Es ist die erste Landung auf einem Kometen in der Geschichte der Raumfahrt und ein historisches Ereignis. Doch die Landung ist nicht ganz so planmäßig verlaufen wie zuerst angenommen. Nach der Landung sind zwei Harpunen zum Verankern nicht ausgelöst worden und eine Düse zum Aufdrücken des Labors auf dem Kometen hat nicht funktioniert. Möglicherweise könnte die Sonde daher gleich dreimal gelandet sein – eine Sensation.
Philae soll neue Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens liefern. Der Landungsleiter Stefan Ulamec sagt:

"Philae spricht zu uns. Das erste, was er uns gesagt hat war, dass die Landebeine bereits eingezogen worden sind und, dass er am Kometen sitzt. Also, wir sind an der Oberfläche, Philae spricht zu uns und wir warten auf weitere Signale."

In der Nacht auf Donnerstag hat es keinen Kontakt zu Philae gegeben, da sich der Komet als auch die Sonde bewegen. Nach dieser stundenlanger Zwangspause haben die Kontrolleure wieder Kontakt zum Landemodul Philae. Dies teilte die Europäische Weltraumorganisation Esa mit.

Spitzenteam aus Österreich

Kulturminister Josef Ostermayer sowie Christian Köberl, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums in Wien, haben an der Mission „Rosetta“ mitgeforscht. Wie Christian Köberl dazu gekommen ist erklärt er so: „Wir sind dabei als Forscher, weil wir untersucht haben, kosmischen Staub der auf die Erde gefallen ist, mit chemischen Methoden bei mir im Laboratorium. Das war Anfang der 90er Jahre. Daher wurde ich eingeladen bei dieser Entwicklung dieser Geräte mitzumachen für diese Raumsonde.“

Mission Rosetta

Die Mission Rosetta ist aber schon jetzt ein riesen Erfolg, nicht nur weil Europa zur Weltraumnation aufsteigt. Jetzt werden die ersten Daten und die Bilder vom Kometen Tschuri ausgewertet.