OGH-Urteil fix

Angestellte müssen im Krankenstand erreichbar sein

OGH-Urteil fix

Anlassfall war eine Anwaltssekretärin, die während ihres Krankenstandes von ihrem Arbeitgeber entlassen wurde. Während des Krankenstands forderte der Chef die Frau auf, für ein 20-minütiges Gespräch am Arbeitsplatz zu erscheinen, da dringende Angelegenheiten besprochen werden müssten. Die Arbeitnehmerin ließ ihn wissen, dass sie momentan nicht in der Lage sei, einen gemeinsamen Termin wahrzunehmen. Der Arbeitgeber sah eine Verletzung der Treuepflicht und entließ sie.

OGH gibt Angestellter recht

Der Oberste Gerichtshof gab der Dame in letzter Instanz gegenüber ihrem ehemaligen Arbeitgeber recht, da dieser laut des Gerichts nur den Anspruch habe, sich bei dringenden Angelegenheiten jederzeit bei seiner Angestellten melden zu können.

Angestellte müssen erreichbar sein

Das Urteil bedeutet nun für österreichische Angestellte, dass sie während eines Krankenstandes nur für die Firma erreichbar sein müssen, wenn es sich um dringende Angelegenheiten handelt. Natürlich ist das Ermessen so einer dringenden Angelegenheit in jedem Fall einzeln zu prüfen.

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