Kurz mit dramatischem Appell | Noch kein Lockdown, aber ...

Lockdown

Österreich drückt auf die Stopptaste

Ab heute ist Österreich wieder im Lockdown. Nicht nur die Gastro muss zusperren, ab 20 Uhr gelten auch Ausgangsbeschränkungen.

Ab heute gilt schließlich der „Lockdown“ light:

Die Gastronomie muss zusperren, wird aber großzügig kompensiert.

Ebenfalls eine einwöchige Pause muss der gesamte Kulturbetrieb – Oper, Theater, Museen, Konzerte und Kinos – nehmen.

Dafür dürfen diesmal – im Unterschied zum März „Lockdown“ alle Geschäfte – inklusive Shoppingcenter – sämtliche Dienstleister (Friseure, Kosmetik, Maniküre) offen halten. In weiten Teilen wurde der „Wellenbrecher-Shutdown“, der in Deutschland seit gestern gilt, übernommen.

Allerdings liegt Deutschland im Infektionsgeschehen noch gut zwei Wochen – und mehr als halb so wenige Infektionsfälle pro Kopf – hinter Österreich. Dementsprechend groß ist die Sorge unter Spitalsärzten (siehe rechts), aber auch in Teilen der Politik, dass dieser „Lockdown“ light zu spät kommen könnte.

 

Abendliche Beschränkung des Ausgangs

Eine Streitfrage sind daher noch die Schulen: Die Oberstufe soll ab Dienstag in E-Learning wechseln – die Unterstufe hingegen weiter in nicht adaptierten Klassenzimmern weiter unterrichtet werden.

Für teilweise Wirbel sorgt freilich die neuerliche Ausgangsbeschränkung. Diese ist zwar milder als im März – damals galt sie 24 Stunden, jetzt von 20 Uhr bis 6 Uhr früh –, könnte aber zu Widerstand führen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz appellierten gestern, die Maßnahmen einzuhalten, um den Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern.