Fußball:

"ÖFB-Projekt 12" wird bis 2015 fortgesetzt

Das Fußball-Nachwuchs-Förderprojekt "Projekt 12" ist zumindest bis 2015 gesichert. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) gab am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz in Salzburg die Verlängerung des 2009 gestarteten Individual-Fördermodells für Talente um drei Jahre bekannt. Die Verlängerung war für Leo Windtner eine logische Konsequenz. "Unser Konzept hat auf ganzer Linie überzeugt", betonte der ÖFB-Präsident.

Die ersten drei Jahre haben laut Windtner einen durchschlagenden Erfolg gebracht. "Unser Motto vom 'Talent zum Nationalspieler' ist voll aufgegangen. Es spricht für sich, dass alleine im aktuellen Kader des Nationalteams neun Spieler stehen, die das Projekt 12 zwischen 2009 und 2012 durchlaufen haben - darunter herausragende Talente wie David Alaba oder Aleksandar Dragovic", bilanzierte der Oberösterreicher positiv.

Sportdirektor Willi Ruttensteiner gab gleich einen Ausblick in die Zukunft. "Wir haben das Projekt in allen Detailbereichen verbessert und für die nächsten drei Jahre den Einsatz der Individualtrainer auch auf die Landesverbands-Ausbildungszentren (LAZ) ausgeweitet", sagte der 50-Jährige.

Franz Beckenbauer wird weiterhin als Projekt-Botschafter fungieren. "Neben David Alaba zeigen aufstrebende FC-Bayern-Nachwuchsspieler wie Christian Derflinger und Kevin Friesenbichler, dass in Österreich sehr gute Nachwuchsarbeit geleistet wird", sagte der Ehrenpräsident von Bayern München. Das beim Projekt 12 im Mittelpunkt stehende Individualtraining imponiert Beckenbauer. "Nur durch die tägliche Arbeit an den persönlichen Stärken und Schwächen kann sich der Spieler im modernen Fußball stetig verbessern. Den mit dem Projekt 12 österreichweit eingeschlagenen Weg finde ich ausgezeichnet, er zeigt den fortschrittlichen Gedanken des ÖFB", sagte der 67-Jährige.

In Zusammenarbeit mit der Bundesliga und finanziell gefördert durch das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, werden jährlich rund 1,4 Millionen Euro für die Förderung von 41 Spielern und 10 Spielerinnen im Alter von 15 bis 21 Jahren aufgewendet. Besonderes Augenmerk legt der ÖFB dabei auf die Bereiche Sportmedizin, Sportpsychologie sowie die Einbindung von Fitness-Coaches. Die Unterstützung erfolgt entweder bei den Lehrgängen des ÖFB oder direkt bei den Vereinen der Spieler vor Ort.

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