Neukonzeption Rudolfskai

Kai für Jedermann

Neukonzeption des Rudolfskais

Unterkofler: Logische Fortführung der Umgestaltung des Salzach-Ufers

Die einzigartige Häuserfassade am Rudolfskai, von Hausnummer 8 beim Rathaus bis Nummer 26, dem Hotel Altstadt, prägt das Bild der Stadt. Von der Staatsbrücke und dem Kapuzinerberg aus gesehen untermalt sie das weithin berühmte Bild von der barocken Salzburger Altstadt, unserem Weltkulturerbe. In den vergangenen Jahren hat sie eher als nächtliche Ausgehmeile Schlagzeilen gemacht, und da nicht immer nur positive. Das soll sich nun nachhaltig ändern.

„Wir geben dem Rudolfskai ein neues Gesicht. Damit erhöhen wir nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern machen ihn zugleich zu einer auch tagsüber beliebten Anlaufstelle in der Altstadt. Die Neukonzeption des Rudolfkais ist dabei Teil der Umgestaltung der Salzach-Ufer und deren logische Fortsetzung nach der Entsiegelung und Begrünung des südlichen Rot-Kreuz-Parkplatzes. Zugleich entsteht durch das Vorhaben eine direkte Verbindung zwischen der Inneren Altstadt und der Salzach. In diesem Zusammenhang schaffen wir zudem bereits vorausschauend auf die zukünftige S-LINK-Haltestelle „Altstadt“ vor Ort einen attraktiven Eingang in die Altstadt. Durch die Zusammenarbeit der Eigentümergemeinschaft mit der Stadt können wir hier einen Kai für jedermann erschaffen“, hält Bürgermeister-Stellvertreterin Barbara Unterkofler fest.

Auch Bürgermeister Harald Preuner unterstützt das Vorhaben: „Durch die Neukonzeption schaffen wir nicht nur einen äußerst attraktiven Aufenthaltsraum für die Salzburgerinnen und Salzburger und holen den Rudolfskai aus seinem bisherigen „Schmuddel-Image“: Ich bin optimistisch, dass wir damit auch das altbekannte Sicherheitsproblem der bisherigen Partymeile lösen können. Schön wäre, wenn sich dadurch in weiterer Folge auch das Alkoholverbot vor Ort erübrigen könnte“, skizziert der Bürgermeister die möglichen weiteren Schritte nach Umsetzung des Projekts.

„Die Eigentümergemeinschaft am Rudolfskai will etwas zum Positiven verändern. Dafür braucht es eine Initialzündung – und das ist die Verschönerung des Entrées, also eine Gehsteigverbreiterung, um Platz zum Flanieren und Verweilen zu schaffen. Außerdem sollen neue Betriebe für die Salzburger*innen den Kai und die Judengasse vom Alten Markt bis zum Waagplatz beleben und bereichern. Durch die Öffnung der Durchgänge schaffen wir eine höhere Frequenz, die bis in die Kaigasse und weite Teile der Altstadt reicht“, skizziert Nils Weger, Sprecher der Eigentümergemeinschaft, das Projekt „Ein Kai für jedermann“.

Die Verbreiterung

Um Platz zum Flanieren, Verweilen für Sitzgelegenheiten und Bepflanzungen zu schaffen, soll der bestehende Gehsteig im Bereich vor den Häusern verbreitert werden. Der Gehsteig ist derzeit nur 2,1, Meter breit, die zu schaffende Aufenthaltsfläche soll dann zwischen 3,4 und 4,4 Meter breit sein.

Die Nutzung dieser gewonnenen Fläche kann viele verschiedene Ausgestaltungen annehmen: Etwa für Gastgärten der neuen Gastronomieszene vor Ort oder auch für öffentliche Möbel und Pflanztröge. Auch die Fassadenelemente sollen in die Gestaltung integriert werden, sodass sowohl durch die Gestaltung wie die Farbgebung eine optische und funktionale Vereinheitlichung des gesamten Bereiches hergestellt wird.

Durch die Verbreiterung des Gehsteigs wird die Fahrbahn naturgemäß verschmälert. Es werden jedoch auch weiterhin zwei Fahrstreifen (eine Busspur und eine Richtungsfahrbahn) zur Verfügung stehen, auch die beiden Links-Abbiegespuren auf der Staatsbrücke bleiben bestehen. Auch kann die Busspur weiterhin für Anlieferungen und in der Nacht als Parkplatz genutzt werden. Am Ende der Häuserzeile, beim Hotel Altstadt, wird zusätzlich eine Taxi- und Anlieferungsbucht errichtet.

„Durch die Verschmälerung des Straßenraums erhöhen wir die Sicherheit vor Ort. Aktuell kommt es in diesem Bereich auf Grund der teilweise unklaren Situation mit der überbreiten Richtungsfahrbahn oftmals zu gefährlichen Situationen“, verweist Unterkofler auf die Verbesserungen. Neue Bodenmarkierungen sollen das Einfädeln auf die Richtungsfahrbahn künftig unterstützen und sicherer machen.

Die neue Gastro- und Geschäftsszene

Die Eigentümergemeinschaft möchte die Nutzung des Bereiches durch sich ergänzende Angebote an Geschäften und Lokalen für den ganzen Tag etablieren. Von Frühstück-, Lunch- und Brunch-Cafés, bis hin zu Bier- und Weinbars sowie Cocktailclubs soll das Angebot reichen.

„Das neue Gesicht des Rudolfkais wird künftig von echter Aufenthaltsqualität geprägt sein. Die Partymeile wird so zu einem Gastronomie-Hotspot in der Stadt, der auch zum Verweilen einlädt“, freut sich Unterkofler über die Aufwertung vor Ort.

Im Fokus der Geschäfte, die neben dem Gastronomie-Angebot angeboten werden sollen, stehen dabei vor allem solche, die keine Souvenirs anbieten, sondern für Salzburger*innen interessant sind.

Durch die Neuorientierung von Gastronomie und Handel und die baulichen Begleitmaßnahmen werden Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit für eine angenehme Atmosphäre sorgen. „Ich bin optimistisch, dass wir damit auch das altbekannte Sicherheitsproblem der bisherigen Partymeile lösen können, das viele Salzburgerinnen und Salzburger bislang von einem Besuch des Rudolfskais abgehalten hat. Schön wäre, wenn sich dadurch in weiterer Folge auch das Alkoholverbot vor Ort erübrigen könnte“, so Bürgermeister Preuner.

„Wir Salzburger und regionalen Eigentümer und Unternehmer freuen uns, den Salzburgerinnen und Salzburgern Mitten in der Stadt direkt an der Salzach nach so vielen Jahren der Probleme am Kai in Zukunft endlich etwas Neues, Urbanes und Einzigartiges bieten zu können. Mit Hilfe der Stadt können wir hier einen Neustart herbeiführen und einen Prozess beginnen, der für alle nur Vorteile hat“, betont Nils Weger.

Die Öffnung

Die Häuser am Rudolfskai sind seit Jahrhunderten durch Durchgänge mit der Judengasse und somit der Inneren Altstadt verbunden. Derzeit sind nur zwei dieser Durchgänge auch benutzbar. Diese bestehenden Durchgänge vom Rudolfskai 12 in die Judengasse 1 und von Nummer 26 (Altstadt Hotel) in die Judengasse 15 sollen erweitert werden.

Zusätzlich sollen auch die anderen Durchgänge am Rudolfskai geöffnet werden, sodass die Betriebe (Geschäfte und Lokale) jeweils vom Rudolfskai und der Judengasse besucht werden können und ein durchlässiges Flanieren durch diese Betriebe vom Kai in die Altstadt möglich wird.

„Es ist nicht nur ein großer Schritt in die richtige Richtung der Entwicklung des Kais, sondern eine enorme Aufwertung für das gesamte Viertel bis über die Judengasse und den Waagplatz hinaus. Über die neuen Betriebe wird die Verflechtung des Grätzls über die alten Durchgänge in den Häusern wieder möglich gemacht. Sich ergänzende hochwertige Betriebe und nachhaltige Konzepte für Einheimische und Touristen bringen mehr Leben und Puls in das Herz der Stadt. Zugleich schaffen wir durch die Öffnung der Durchhäuser gänzlich neue Eintrittsmöglichkeiten in das Weltkulturerbe“, so Weger.

„Damit entsteht eine direkte Verbindung zwischen der Inneren Altstadt und der Salzach. Dieses stadtplanerische Konzept sorgt für eine Verflechtung des Salzachufers mit Juden- und Goldgasse. Wir schaffen zudem vorausschauend auf die zukünftige S-LINK-Haltestelle „Altstadt“, die in diesem Bereich geplant ist, ein attraktives und angemessenes Entrée in die Altstadt“, verdeutlicht die Bürgermeister-Stellvertreterin die Wichtigkeit der Öffnung abschließend.

Quelle: Stadt Salzburg