Neues Kunstwerk: Loch im Mönchsberg

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Neues Kunstwerk: Loch im Mönchsberg

Das Projekt „Die durchlöcherte Stadt“ des Salzburgers Christian Steinwender im gesamten Stadtgebiet leitet sich vom diesjährigen Motto „Unendlich frei“ ab. „Die Löcher im öffentlichen Raum sind die Visualisierung unseres Programm-Konzeptes, der Wirklichkeit mit neuen Denkansätze zu begegnen“, so Sommerszene-Intendant Michael Stolhofer bei der Präsentation am Freitagvormittag. An über 20 Stellen, von Brücken über Häuserfronten bis zum Kapuzinerberg, werden im Verlauf der Sommerszene immer mehr Löcher gewohnte Sichtweisen durchbrechen. Christian Steinwender: „Das Projekt ist als Prozess zu verstehen, der das gesamte Festival über fortgeführt wird. Wir laden an verschiedenen Orten ein, den Blick zu schärfen, auf die Stadt und schließlich auch auf sich selbst. Unendlich frei zu sein heißt zu verstehen, zu durchschauen, zu sehen was dahinter steckt. Keine Mauern zuzulassen – erst wenn man das geschafft hat, ist man wirklich frei für sein eigenes, selbst kreiertes Weltbild.“

Salzburg wird durchlöchert © Ch. Steinwender

Der Stadtberg als Ort des Über- und Durchblickes

Auch am Kapuzinerberg werden neue Blickweisen geboten: Mette Ingvartsens einzigartige Installation „The Light Forest“ inmitten der Natur setzt künstlerisch-künstliche Zeichen im nächtlichen Wald des Kapuzinerbergs. Diese Form der Auseinandersetzung mit Künstlichem und Natürlichem, mit Architektur und Natur im Stadtbild entstand im Rahmen der Sommerszene 2010 und wird in diesem Jahr reinstalliert. Die Zuschauer werden eingeladen, nach Sonnenuntergang einen Spaziergang über den Kapuzinerberg zu unternehmen – ein ungewöhnliches Naturerlebnis im künstlichem Licht. (DO, 30.6. – DI, 5.7., 22:30–0:30 Uhr, Kapuzinerberg)

Im Franziskischlössel auf dem Kapuzinerberg kann man sich in Paul Horns und Veronika Barnas labyrinthisch angelegte Installation „Verloren“ begeben. Zentral sind dabei existenzielle psychische Erfahrungen wie Kälte, Einsamkeit, Enge oder Finsternis. Die Installation erzählt keine nachvollziehbare Geschichte, sondern spielt mit Wahrnehmung und Sinnlichkeit, sie macht Grenzerfahrungen erlebbar und bietet eine Projektionsfläche für eigene Vorstellungen und Assoziationen. (DO, 30.6. – DI, 5.7., 22:30–0:30 Uhr, Franziskischlössl; MI, 6.7. – DO, 12.7., 11:00–19:00 Uhr, Franziskischlössl)

Salzburg wird durchlöchert © W. Kirchner

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